Interaktion Details
- Nicht oder kaum weckbar, auch nicht durch lautes Ansprechen. []
- Langsame, flache oder aussetzende Atmung, blaue Lippen. [,]
- Krampfanfall oder Muskelzuckungen. [,]
- Enge Pupillen bei Benommenheit. []
- Erbrechen bei eingetrübtem Bewusstsein. []
- Bei einem der Warnzeichen sofort 112 rufen. Alle Substanzen nennen, auch Medikamente und Alkohol. Reste und Verpackungen aufbewahren. []
- Nichts nachlegen, nichts zum Wachwerden oder Runterkommen geben. Keine Selbstbehandlung mit weiteren Substanzen. []
- Bei der Person bleiben und die Atmung regelmäßig prüfen, auch wenn sie scheinbar nur schläft. Einer benommenen Person nichts zu trinken geben. []
- Bewusstlos, aber normale Atmung: stabile Seitenlage, damit Erbrochenes abfließen kann. Keine normale Atmung: sofort Herzdruckmassage und den Anweisungen der Leitstelle folgen. [,]
- Ist ein Opioid beteiligt und Naloxon vorhanden: geben und trotzdem 112 rufen. Naloxon wirkt nur gegen die Opioid-Komponente, nicht gegen Krampfanfälle durch Tramadol. Die Wirkung kann kürzer sein als die des Opioids.
- Ärztlich verordnete Medikamente wie Opioide, Tramadol oder Benzodiazepine nicht eigenständig absetzen, sondern mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt besprechen.
Hauptgefahren sind Atemdepression bis zum Atemstillstand und Krampfanfälle. [,]
In der WHO-Datenbank VigiBase waren andere Opioide und Benzodiazepine bei Meldungen zu Atemdepression unter Tramadol häufiger vertreten. []
In einer Metaanalyse traten Krampfanfälle bei 38 Prozent der Tramadol-Vergiftungen auf. Bei tödlichen Tramadol-Vergiftungen wurden meist weitere Substanzen gefunden. [,]
Kontrollierte Studien zu Tramadol mit anderen Opioiden außerhalb der Klinik wurden nicht gefunden.
Evidenz-Einordnung: wahrscheinlich. Gleicher Wirkmechanismus, Meldedaten und Todesfallserien.
Redaktionelle, KI-gestützte Recherche vom 03.10.2026. Studien über PubMed-Metadaten geprüft. Nicht im Original geöffnete Fachinformationen und Behördenberichte sind nicht als Beleg aufgeführt. Keine vollständige systematische Übersicht und keine menschliche fachliche Freigabe. Die Konfidenz beschreibt die Belastbarkeit der Einordnung, nicht eine individuelle Schadenswahrscheinlichkeit.
- [1] Hassamal S et al. (2018): Tramadol, Krampfanfälle und Serotoninsyndrom. American Journal of Medicine. doi.org/10.1016/j.amjmed.2018.04.025
- [2] Ryan NM et al. (2015): Tramadol-Überdosis, Krampfanfälle und Atemdepression (71 Fälle). Clinical Toxicology. doi.org/10.3109/15563650.2015.1036279
- [3] Park S et al. (2024): Atemdepression unter Tramadol in der WHO-Datenbank VigiBase. Pharmaceuticals. doi.org/10.3390/ph17020205
- [4] Nakhaee S et al. (2020): Metaanalyse zu Krampfanfällen unter Tramadol (51 Studien). Critical Reviews in Toxicology. doi.org/10.1080/10408444.2019.1694861
- [5] Tjäderborn M et al. (2007): Unbeabsichtigte tödliche Tramadol-Vergiftungen in Schweden (17 Fälle). Forensic Science International. doi.org/10.1016/j.forsciint.2007.02.007
- [6] Charité: Was tun bei Vergiftungen? Erste Hilfe und Giftnotruf. giftnotruf.charite.de/fuer_patienten/
- [7] Gioia S et al. (2017): Tödliche Vergiftungen mit Tramadol, meist zusammen mit anderen Substanzen. Am J Forensic Med Pathol. doi.org/10.1097/PAF.0000000000000338
- [8] IQWiG: Wie funktioniert die stabile Seitenlage? gesundheitsinformation.de/wie-funktioniert-die-stabile-seitenlage_34308.html
- [9] St John Ambulance: How to do CPR. sja.org.uk/first-aid-advice/cpr/
Legende
- Synergie / Potenzierung
- Niedriges Zusatzrisiko
- Reduzierte Effekte
- Vorsicht (mittleres Risiko)
- Hohes Risiko
- Gefährlich
- Unbekannt / unzureichend untersucht
- SerotonergWirkt stark auf den Serotoninhaushalt. Kombinationen koennen ein Serotonin-Syndrom ausloesen.
- KardiovaskulaerBelastet Herz und Kreislauf. Erhoehte Risiken fuer Blutdruck, Herzrhythmus und Gefaesssystem.
- Serotonerg + KardioDoppelbelastung: serotonerge und kardiovaskulaere Effekte verstaerken sich gegenseitig.
- AtemdepressivDaempft die Atmung. Kombinationen mit anderen Atemdepressiva sind potenziell toedlich.