Interaktion Details
- Nicht oder kaum weckbar, auch nicht durch lautes Ansprechen. []
- Langsame, flache oder aussetzende Atmung, Röcheln, blaue Lippen. [,]
- Erbrechen bei eingetrübtem Bewusstsein. []
- Krampfanfall, Muskelzucken oder sehr hohe Körpertemperatur. [,]
- Starke Verwirrtheit, Panik oder Aggression, Sturz- oder Unfallgefahr. [,]
- Bei einem der Warnzeichen sofort 112 rufen. Alle Substanzen nennen, auch Medikamente und Alkohol. Reste und Verpackungen aufbewahren. []
- Nichts nachlegen, nichts zum Wachwerden oder Runterkommen geben. Keine Selbstbehandlung mit weiteren Substanzen. []
- Bei der Person bleiben und die Atmung regelmäßig prüfen, auch wenn sie scheinbar nur schläft. Einer benommenen Person nichts zu trinken geben. []
- Bewusstlos, aber normale Atmung: stabile Seitenlage, damit Erbrochenes abfließen kann. Keine normale Atmung: sofort Herzdruckmassage und den Anweisungen der Leitstelle folgen. [,]
- Ist ein Opioid beteiligt und Naloxon vorhanden: geben und trotzdem 112 rufen. Naloxon wirkt nur gegen die Opioid-Komponente, nicht gegen MXE. Die Wirkung kann kürzer sein als die des Opioids.
- Ärztlich verordnete Medikamente wie Opioide, Tramadol oder Benzodiazepine nicht eigenständig absetzen, sondern mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt besprechen.
Hauptgefahren sind Atemdepression durch das Opioid, tiefe Bewusstseinstrübung, Aspiration und Unfälle. [,]
Karinen und Kollegen beschreiben einen Todesfall mit dem Opioid AH-7921, MXE und mehreren Benzodiazepinen. Ein Einzelfall belegt nicht, welcher Stoff welchen Anteil hatte. []
Bei britischen MXE-Todesfällen war MXE in 7 von 8 Fällen mit anderen Substanzen genommen worden. []
Evidenz-Einordnung: unzureichend. Ein Todesfall mit gemeinsamem Nachweis, sonst Mechanismus und Analogie.
Redaktionelle, KI-gestützte Recherche vom 03.10.2026. Studien über PubMed-Metadaten geprüft. Nicht im Original geöffnete Fachinformationen und Behördenberichte sind nicht als Beleg aufgeführt. Keine vollständige systematische Übersicht und keine menschliche fachliche Freigabe. Die Konfidenz beschreibt die Belastbarkeit der Einordnung, nicht eine individuelle Schadenswahrscheinlichkeit.
- [1] Roth BL et al. (2013): Rezeptorprofil von Methoxetamin (NMDA, Serotonintransporter). PLoS One. doi.org/10.1371/journal.pone.0059334
- [2] van der Schrier R et al. (2017): Alkohol verstärkt die Atemdepression durch Oxycodon, Studie an Freiwilligen. Anesthesiology. doi.org/10.1097/ALN.0000000000001505
- [3] Karinen R et al. (2014): Todesfälle mit dem Opioid AH-7921 zusammen mit 3-MMC bzw. MXE und Benzodiazepinen. Forensic Science International. doi.org/10.1016/j.forsciint.2014.08.013
- [4] Chiappini S et al. (2015): MXE-bezogene Todesfälle in Großbritannien. Human Psychopharmacology. doi.org/10.1002/hup.2422
- [5] Zanda MT et al. (2016): Übersicht zu Fallberichten und Tierdaten zu MXE. Behavioural Pharmacology. doi.org/10.1097/FBP.0000000000000241
- [6] Wood DM et al. (2011): Analytisch bestätigte akute MXE-Vergiftungen. Eur J Clin Pharmacol. doi.org/10.1007/s00228-011-1199-9
- [7] Charité: Was tun bei Vergiftungen? Erste Hilfe und Giftnotruf. giftnotruf.charite.de/fuer_patienten/
- [8] Chaves TV et al. (2022): Systematische Übersicht zu Überdosierungen und Todesfällen mit Ketamin und Analoga. Am J Drug Alcohol Abuse. doi.org/10.1080/00952990.2022.2132506
- [9] Chyka PA et al. (2007): Leitlinie zu Dextromethorphan-Vergiftungen. Clinical Toxicology. doi.org/10.1080/15563650701606443
- [10] Liechti ME et al. (2005): 65 GHB/GBL-Vergiftungen, längeres Koma bei Mischkonsum mit Kokain oder MDMA. Drug and Alcohol Dependence. doi.org/10.1016/j.drugalcdep.2005.07.010
- [11] Logan BK et al. (2012): DXM-Missbrauch mit Psychose, Gewalt und Suizid (Fallserie). Journal of Forensic Sciences. doi.org/10.1111/j.1556-4029.2012.02133.x
- [12] Schep LJ et al. (2012): Übersicht zur klinischen Toxikologie von GHB, GBL und 1,4-Butandiol. Clinical Toxicology. doi.org/10.3109/15563650.2012.702218
- [13] IQWiG: Wie funktioniert die stabile Seitenlage? gesundheitsinformation.de/wie-funktioniert-die-stabile-seitenlage_34308.html
- [14] St John Ambulance: How to do CPR. sja.org.uk/first-aid-advice/cpr/
Legende
- Synergie / Potenzierung
- Niedriges Zusatzrisiko
- Reduzierte Effekte
- Vorsicht (mittleres Risiko)
- Hohes Risiko
- Gefährlich
- Unbekannt / unzureichend untersucht
- SerotonergWirkt stark auf den Serotoninhaushalt. Kombinationen koennen ein Serotonin-Syndrom ausloesen.
- KardiovaskulaerBelastet Herz und Kreislauf. Erhoehte Risiken fuer Blutdruck, Herzrhythmus und Gefaesssystem.
- Serotonerg + KardioDoppelbelastung: serotonerge und kardiovaskulaere Effekte verstaerken sich gegenseitig.
- AtemdepressivDaempft die Atmung. Kombinationen mit anderen Atemdepressiva sind potenziell toedlich.