Interaktion Details
- Nicht oder kaum weckbar, auch nicht durch lautes Ansprechen oder Schmerzreiz. []
- Langsame, flache oder aussetzende Atmung, Röcheln, blaue Lippen. []
- Sehr enge, stecknadelkopfgroße Pupillen bei Benommenheit. []
- Brustschmerz, Herzrasen, starke Unruhe oder Krampfanfall. [,]
- Überhitzung, heiße Haut, Verwirrtheit. []
- Bei einem der Warnzeichen sofort 112 rufen. Alle Substanzen nennen, auch Medikamente und Alkohol. Reste und Verpackungen aufbewahren. []
- Nichts nachlegen, nichts zum Wachwerden oder Runterkommen geben. Keine Selbstbehandlung mit weiteren Substanzen. []
- Bei der Person bleiben und die Atmung regelmäßig prüfen, auch wenn sie scheinbar nur schläft. Einer benommenen Person nichts zu trinken geben. []
- Bewusstlos, aber normale Atmung: stabile Seitenlage, damit Erbrochenes abfließen kann. Keine normale Atmung: sofort Herzdruckmassage und den Anweisungen der Leitstelle folgen. [,]
- Ist ein Opioid beteiligt und Naloxon vorhanden: geben und trotzdem 112 rufen. Naloxon wirkt nur gegen die Opioid-Komponente, nicht gegen Methamphetamin. Die Wirkung kann kürzer sein als die des Opioids.
- Bei einem Krampfanfall vor Verletzungen schützen, nicht festhalten, nichts in den Mund stecken. []
Hauptgefahren sind Atemdepression bis zum Atemstillstand durch das Opioid, verdeckt durch das Stimulans, dazu Herz-Kreislauf-Belastung durch Methamphetamin. [,]
In einer Befragung von 3048 Menschen auf dem Land in den USA hatten 22 Prozent derjenigen mit Methamphetamin plus Opioiden im letzten halben Jahr eine nicht tödliche Überdosis, gegenüber 14 Prozent mit Opioiden allein. []
In US-Daten war Methamphetamin bei vielen Opioid-Todesfällen nachweisbar. []
Interviews zeigen den verbreiteten Irrglauben, Methamphetamin könne eine Opioid-Überdosis verhindern oder aufheben. []
Evidenz-Einordnung: wahrscheinlich. Bevölkerungs- und Todesfalldaten zur Kombination, aber keine kontrollierten Studien.
Redaktionelle, KI-gestützte Recherche vom 03.10.2026. Studien über PubMed-Metadaten geprüft. Nicht im Original geöffnete Fachinformationen und Behördenberichte sind nicht als Beleg aufgeführt. Keine vollständige systematische Übersicht und keine menschliche fachliche Freigabe. Die Konfidenz beschreibt die Belastbarkeit der Einordnung, nicht eine individuelle Schadenswahrscheinlichkeit.
- [1] van der Schrier R et al. (2017): Alkohol verstärkt die Atemdepression durch Oxycodon, Studie an Freiwilligen. Anesthesiology. doi.org/10.1097/ALN.0000000000001505
- [2] Kariisa M et al. (2019): Überdosis-Todesfälle mit Kokain und Psychostimulanzien in den USA, häufig mit Opioiden. MMWR. doi.org/10.15585/mmwr.mm6817a3
- [3] Daniulaityte R et al. (2021): Irrglaube, Methamphetamin schütze vor Opioid-Überdosis. International Journal of Drug Policy. doi.org/10.1016/j.drugpo.2021.103463
- [4] Korthuis PT et al. (2022): Methamphetamin plus Opioide und nicht tödliche Überdosierungen, Querschnittsstudie. JAMA Network Open. doi.org/10.1001/jamanetworkopen.2022.26544
- [5] Gladden RM et al. (2019): Opioid-Todesfälle mit Benzodiazepinen, Kokain und Methamphetamin. MMWR. doi.org/10.15585/mmwr.mm6834a2
- [6] IQWiG: Was tun, wenn jemand einen epileptischen Anfall hat? gesundheitsinformation.de/was-tun-wenn-jemand-einen-epileptischen-anfall-hat.html
- [7] Charité: Was tun bei Vergiftungen? Erste Hilfe und Giftnotruf. giftnotruf.charite.de/fuer_patienten/
- [8] Kelečević I et al. (2024): Übersicht zu 3-MMC, Vergiftungen meist bei Mischkonsum. Medicina (Kaunas). doi.org/10.3390/medicina60030466
- [9] Loi B et al. (2015): Todesfälle nach Mephedron bei 16- bis 24-Jährigen in Großbritannien. Human Psychopharmacology. doi.org/10.1002/hup.2423
- [10] IQWiG: Wie funktioniert die stabile Seitenlage? gesundheitsinformation.de/wie-funktioniert-die-stabile-seitenlage_34308.html
- [11] Simmler LD et al. (2013): Pharmakologie synthetischer Cathinone. British Journal of Pharmacology. doi.org/10.1111/j.1476-5381.2012.02145.x
- [12] St John Ambulance: How to do CPR. sja.org.uk/first-aid-advice/cpr/
Legende
- Synergie / Potenzierung
- Niedriges Zusatzrisiko
- Reduzierte Effekte
- Vorsicht (mittleres Risiko)
- Hohes Risiko
- Gefährlich
- Unbekannt / unzureichend untersucht
- SerotonergWirkt stark auf den Serotoninhaushalt. Kombinationen koennen ein Serotonin-Syndrom ausloesen.
- KardiovaskulaerBelastet Herz und Kreislauf. Erhoehte Risiken fuer Blutdruck, Herzrhythmus und Gefaesssystem.
- Serotonerg + KardioDoppelbelastung: serotonerge und kardiovaskulaere Effekte verstaerken sich gegenseitig.
- AtemdepressivDaempft die Atmung. Kombinationen mit anderen Atemdepressiva sind potenziell toedlich.