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Interaktion Details

Methamphetamine + N,N-DMT
Hohes RisikoKardiovaskulaer
Evidenz: unzureichend
N,N-DMT (kurz DMT) und Methamphetamin meiden. Methamphetamin belastet Herz und Kreislauf stark und lange, DMT hebt Puls und Blutdruck zusätzlich an und kann Panik und Kontrollverlust auslösen. [,,] Direkte Daten zu dieser Kombination gibt es nicht.
Was passiert
DMT wirkt am Serotonin-Rezeptor 5-HT2A. In einer Dosis-Wirkungs-Studie stiegen Blutdruck, Puls und Körpertemperatur dosisabhängig. [] Die Wirkung setzte innerhalb von zwei Minuten ein, mit einem überwältigenden Kontrollverlust, bei dem sich Euphorie und Angst abwechselten. [] Methamphetamin setzt große Mengen Noradrenalin und Dopamin frei. [] Bekannte Folgen sind Brustschmerz, Herzinfarkt, Schlaganfall, Krampfanfälle und Psychosen. [] Zusammen ist mit Spitzen bei Puls und Blutdruck auf einem ohnehin hohen Niveau zu rechnen, dazu mit Panik und Verfolgungsideen. Das ist eine Ableitung aus den Einzelwirkungen. Für Ayahuasca (DMT mit MAO-Hemmer) gilt ein eigener Eintrag in der Matrix, dort sind die Risiken deutlich anders.
Für wen relevant
DMT wirkt sehr kurz, die Belastung durch das Stimulans hält deutlich länger an. [] Methamphetamin wirkt sehr lange und verhindert Schlaf, die Belastung hält entsprechend lange an. Besonders gefährdet sind Menschen mit Bluthochdruck, Herzerkrankung oder Herzrhythmusstörungen sowie Menschen mit Psychose oder bipolarer Störung in der eigenen Vorgeschichte oder Familie, für sie gilt Mischkonsum als zusätzlicher Risikofaktor für psychische Krisen. [,]
Warnzeichen
  • Brustschmerz, Engegefühl in der Brust, Atemnot, Herzrasen oder unregelmäßiger Herzschlag. []
  • Plötzlicher heftiger Kopfschmerz, Lähmung, Sprach- oder Sehstörung. []
  • Sehr hohe Körpertemperatur, heiße Haut, starkes Schwitzen. []
  • Starke Angst, Panik, Verfolgungsideen oder Realitätsverlust, die nicht abklingen. []
  • Extreme Unruhe, Aggression, Verfolgungswahn oder Verwirrtheit. [,]
  • Krampfanfall oder Bewusstlosigkeit. []
Die Zeichen müssen nicht alle gemeinsam auftreten, eines reicht für den Notruf. Angst und Unruhe sind bei dieser Kombination häufig, Panik und Kontrollverlust können aber in eine gefährliche Lage führen. Brustschmerz, Überhitzung, ein Krampfanfall oder anhaltende Verwirrtheit sind kein Horrortrip und brauchen sofort Hilfe.
Wenn es passiert
  • Bei einem der Warnzeichen sofort 112 rufen. Alle Substanzen nennen, auch ungefähre Zeitpunkte. Reste und Verpackung aufbewahren. []
  • Nichts nachlegen, auch nichts zum Runterkommen. Keine Selbstbehandlung mit Alkohol, Schlafmitteln oder weiteren Substanzen. Bei Unsicherheit ohne akute Warnzeichen den Giftnotruf anrufen. []
  • Bei der Person bleiben, ruhig und klar sprechen, eine reizarme und kühle Umgebung schaffen. Tanzen und Anstrengung beenden, bei Hitze mit feuchten Tüchern kühlen. []
  • Bewusstlos, aber normale Atmung: stabile Seitenlage. Keine normale Atmung: sofort Herzdruckmassage und den Anweisungen der Leitstelle folgen. [,]
  • Bei einem Krampfanfall vor Verletzungen schützen, nicht festhalten, nichts in den Mund stecken. []

Hauptgefahren sind Herzinfarkt, Schlaganfall, Überhitzung und Psychose, verstärkt durch den DMT-bedingten Anstieg von Blutdruck und Puls sowie durch Panik und Kontrollverlust. [,,,]

DMT erhöhte in einer Dosis-Wirkungs-Studie Blutdruck, Puls und Körpertemperatur dosisabhängig. Die Wirkung setzte sehr schnell und überwältigend ein. [,]

Methamphetamin kann Herzinfarkt, Schlaganfall und Krampfanfälle auslösen, tödliche Verläufe gehen meist mit extremer Überhitzung einher. In einer Metaanalyse hatte rund ein Drittel der nicht-medizinischen Stimulanzien-Konsumierenden eine Psychose, meist bei hohen Mengen Methamphetamin. [,,]

Eine Vergiftung mit DMT und Methamphetamin zusammen wurde in der Recherche nicht gefunden. Zu erwarten ist eine verstärkte Kreislaufbelastung und ein höheres Psychoserisiko. [,]

Evidenz-Einordnung: unzureichend für das Paar. Keine Paardaten; die Einstufung als unsicher beruht auf dem gut dokumentierten Vergiftungsbild von Methamphetamin in Kreislauf, Temperatur und Psyche und auf der zusätzlichen Kreislaufwirkung von DMT.

Redaktionelle, KI-gestützte Recherche vom 03.10.2026. Studien über PubMed-Metadaten geprüft. Nicht im Original geöffnete Fachinformationen und Behördenberichte sind nicht als Beleg aufgeführt. Keine vollständige systematische Übersicht und keine menschliche fachliche Freigabe. Die Konfidenz beschreibt die Belastbarkeit der Einordnung, nicht eine individuelle Schadenswahrscheinlichkeit.

Quellen

Legende

Risikostufen
  • Synergie / Potenzierung
  • Niedriges Zusatzrisiko
  • Reduzierte Effekte
  • Vorsicht (mittleres Risiko)
  • Hohes Risiko
  • Gefährlich
  • Unbekannt / unzureichend untersucht
Marker
  • SerotonergWirkt stark auf den Serotoninhaushalt. Kombinationen koennen ein Serotonin-Syndrom ausloesen.
  • KardiovaskulaerBelastet Herz und Kreislauf. Erhoehte Risiken fuer Blutdruck, Herzrhythmus und Gefaesssystem.
  • Serotonerg + KardioDoppelbelastung: serotonerge und kardiovaskulaere Effekte verstaerken sich gegenseitig.
  • AtemdepressivDaempft die Atmung. Kombinationen mit anderen Atemdepressiva sind potenziell toedlich.
Diese Inhalte dienen Informationszwecken. Individuelle Reaktionen können variieren. Kein Ersatz für medizinische Beratung.