Interaktion Details
- Muskelsteife, Zittern, ruckartige Zuckungen
- hohes Fieber, starkes Schwitzen
- rasender Herzschlag, hoher Blutdruck
- starke Unruhe, Verwirrtheit
- Krampfanfall
- Notruf 112, vor allem bei Fieber, Muskelsteife oder Krampfanfall
- kühlen, ruhigen Ort, körperlich runterkühlen
- nichts nachlegen
- nicht allein bleiben
N,N-DMT hat oral kaum Wirkung, weil es im Darm und in der Leber rasch durch MAO-A abgebaut wird. Ayahuasca und Pharmahuasca umgehen das gezielt: ein MAO-A-Hemmer (pflanzliche Harmala-Alkaloide wie Harmin und Harmalin, oder synthetisch Moclobemid) blockiert den First-Pass-Abbau, sodass orales DMT überhaupt zentral wirksam wird. Das ist der gewollte, dosierte Anwendungsfall.
Pharmazeutische MAO-Hemmer unterscheiden sich davon deutlich. Die klassischen irreversiblen, nicht-selektiven Hemmer (Tranylcypromin, Phenelzin) wirken stark und über Tage bis Wochen, während die Harmala-Alkaloide reversible, eher kurz wirkende MAO-A-Hemmer (RIMA) sind. Ein systemischer, lang wirkender pharmazeutischer Hemmer potenziert auch gerauchtes oder verdampftes DMT, das sonst sekundenschnell abgebaut würde, und treibt die serotonerge Belastung in einen gefährlichen Bereich.
Evidenz-Einordnung: Dass MAO-Hemmung die Wirkung und Exposition von DMT stark erhöht, ist gut belegt, ebenso das grundsätzliche Serotonin-Syndrom-Risiko bei MAO-Hemmer plus serotonergen Substanzen. Die Einordnung als gesichert bezieht sich auf dieses Prinzip. Der wichtigste praktische Punkt ist die Unterscheidung: kontrollierte orale Harmala-Kombination (Ayahuasca) gegen unkontrollierte Kombination mit pharmazeutischem MAO-Hemmer.
- [1] Toxicokinetics and Toxicodynamics of Ayahuasca Alkaloids (DMT, Harmin, Harmalin, THH), PMC
- [2] PMC: Interactions Between MAOIs and Tryptamine Hallucinogens
- [3] PsychonautWiki: DMT (Kombinationshinweise)
- [4] Übersichtsarbeiten zur DMT-MAO-Interaktion
Legende
- Synergie / Potenzierung
- Niedriges Zusatzrisiko
- Reduzierte Effekte
- Vorsicht (mittleres Risiko)
- Hohes Risiko
- Gefährlich
- Unbekannt / unzureichend untersucht
- SerotonergWirkt stark auf den Serotoninhaushalt. Kombinationen koennen ein Serotonin-Syndrom ausloesen.
- KardiovaskulaerBelastet Herz und Kreislauf. Erhoehte Risiken fuer Blutdruck, Herzrhythmus und Gefaesssystem.
- Serotonerg + KardioDoppelbelastung: serotonerge und kardiovaskulaere Effekte verstaerken sich gegenseitig.
- AtemdepressivDaempft die Atmung. Kombinationen mit anderen Atemdepressiva sind potenziell toedlich.