Interaktion Details
- Nicht oder kaum weckbar, auch nicht durch lautes Ansprechen. [,]
- Langsame, flache oder aussetzende Atmung, Röcheln, blaue Lippen. []
- Erbrechen bei eingetrübtem Bewusstsein. []
- Nach dem Aufwachen plötzlich starke Unruhe, Herzrasen, Atemnot oder schaumiger Auswurf. []
- Brustschmerz, sehr hoher Puls oder Krampfanfall. [,]
- Bei einem der Warnzeichen sofort 112 rufen. Alle Substanzen nennen, auch Medikamente und Alkohol. Reste und Verpackungen aufbewahren. []
- Nichts nachlegen, nichts zum Wachwerden oder Runterkommen geben. Keine Selbstbehandlung mit weiteren Substanzen. []
- Bei der Person bleiben und die Atmung regelmäßig prüfen, auch wenn sie scheinbar nur schläft. Einer benommenen Person nichts zu trinken geben. []
- Bewusstlos, aber normale Atmung: stabile Seitenlage, damit Erbrochenes abfließen kann. Keine normale Atmung: sofort Herzdruckmassage und den Anweisungen der Leitstelle folgen. [,]
- Bei einem Krampfanfall vor Verletzungen schützen, nicht festhalten, nichts in den Mund stecken. []
- Auch nach dem Aufwachen nicht allein lassen. Herz- und Kreislaufprobleme durch Methamphetamin können erst später auftreten. []
Hauptgefahren sind tiefe Bewusstlosigkeit mit Atemdepression und Aspiration durch GHB sowie Herz-Kreislauf-Belastung und Unruhe durch Methamphetamin, die nach dem Abklingen von GHB hervortreten kann. [,]
In einem australischen Notaufnahme-Register mit Blutnachweis waren 63 Prozent der Fälle mit Methamphetamin plus GHB tief sediert (GCS unter 9), gegenüber 15 Prozent bei Methamphetamin allein. Puls und Temperatur waren niedriger, die Stimulanzien-Zeichen also verdeckt. []
In Victoria (Australien) war Methamphetamin-Beikonsum stark mit GHB-bezogenen Rettungseinsätzen verbunden. []
Ein Fallbericht beschreibt nach dem Erwachen aus dem GHB-Koma plötzliche Unruhe, Herzrasen und ein Lungenödem durch das verdeckte Amphetamin. []
Evidenz-Einordnung: wahrscheinlich. Registerdaten mit Blutnachweis beider Stoffe und Fallberichte, aber keine kontrollierten Studien.
Redaktionelle, KI-gestützte Recherche vom 03.10.2026. Studien über PubMed-Metadaten geprüft. Nicht im Original geöffnete Fachinformationen und Behördenberichte sind nicht als Beleg aufgeführt. Keine vollständige systematische Übersicht und keine menschliche fachliche Freigabe. Die Konfidenz beschreibt die Belastbarkeit der Einordnung, nicht eine individuelle Schadenswahrscheinlichkeit.
- [1] Schep LJ et al. (2012): Übersicht zur klinischen Toxikologie von GHB, GBL und 1,4-Butandiol. Clinical Toxicology. doi.org/10.3109/15563650.2012.702218
- [2] Greene SL et al. (2024): Methamphetamin-Vergiftungen mit und ohne GHB, Registerdaten aus Notaufnahmen. Clinical Toxicology. doi.org/10.1080/15563650.2024.2353265
- [3] Fallbericht (2022): Amphetamin-Vergiftung, durch GHB zunächst verdeckt, danach Lungenödem. American Journal of Emergency Medicine. doi.org/10.1016/j.ajem.2022.03.057
- [4] Arunogiri S et al. (2019): GHB-bezogene Rettungseinsätze in Victoria (Australien), häufig mit Methamphetamin. Addiction. doi.org/10.1111/add.14848
- [5] Liechti ME et al. (2005): 65 GHB/GBL-Vergiftungen, längeres Koma bei Mischkonsum mit Kokain oder MDMA. Drug and Alcohol Dependence. doi.org/10.1016/j.drugalcdep.2005.07.010
- [6] Drevin G et al. (2021): Vergiftung mit GHB und 3-MMC beim Chemsex, mit Literaturübersicht. Forensic Science International. doi.org/10.1016/j.forsciint.2021.110743
- [7] IQWiG: Was tun, wenn jemand einen epileptischen Anfall hat? gesundheitsinformation.de/was-tun-wenn-jemand-einen-epileptischen-anfall-hat.html
- [8] Charité: Was tun bei Vergiftungen? Erste Hilfe und Giftnotruf. giftnotruf.charite.de/fuer_patienten/
- [9] Karila L et al. (2018): Vergiftungen und Todesfälle mit MDPV und alpha-PVP. Neuropharmacology. doi.org/10.1016/j.neuropharm.2017.10.007
- [10] Kelečević I et al. (2024): Übersicht zu 3-MMC, Vergiftungen meist bei Mischkonsum. Medicina (Kaunas). doi.org/10.3390/medicina60030466
- [11] IQWiG: Wie funktioniert die stabile Seitenlage? gesundheitsinformation.de/wie-funktioniert-die-stabile-seitenlage_34308.html
- [12] St John Ambulance: How to do CPR. sja.org.uk/first-aid-advice/cpr/
Legende
- Synergie / Potenzierung
- Niedriges Zusatzrisiko
- Reduzierte Effekte
- Vorsicht (mittleres Risiko)
- Hohes Risiko
- Gefährlich
- Unbekannt / unzureichend untersucht
- SerotonergWirkt stark auf den Serotoninhaushalt. Kombinationen koennen ein Serotonin-Syndrom ausloesen.
- KardiovaskulaerBelastet Herz und Kreislauf. Erhoehte Risiken fuer Blutdruck, Herzrhythmus und Gefaesssystem.
- Serotonerg + KardioDoppelbelastung: serotonerge und kardiovaskulaere Effekte verstaerken sich gegenseitig.
- AtemdepressivDaempft die Atmung. Kombinationen mit anderen Atemdepressiva sind potenziell toedlich.