Interaktion Details
- Nicht oder kaum weckbar, auch nicht durch lautes Ansprechen. []
- Langsame, flache oder aussetzende Atmung, Röcheln, blaue Lippen. [,]
- Erbrechen bei eingetrübtem Bewusstsein. []
- Krampfanfall, Muskelzucken oder sehr hohe Körpertemperatur. [,]
- Starke Verwirrtheit, Panik oder Aggression, Sturz- oder Unfallgefahr. [,]
- Bei einem der Warnzeichen sofort 112 rufen. Alle Substanzen nennen, auch Medikamente und Alkohol. Reste und Verpackungen aufbewahren. []
- Nichts nachlegen, nichts zum Wachwerden oder Runterkommen geben. Keine Selbstbehandlung mit weiteren Substanzen. []
- Bei der Person bleiben und die Atmung regelmäßig prüfen, auch wenn sie scheinbar nur schläft. Einer benommenen Person nichts zu trinken geben. []
- Bewusstlos, aber normale Atmung: stabile Seitenlage, damit Erbrochenes abfließen kann. Keine normale Atmung: sofort Herzdruckmassage und den Anweisungen der Leitstelle folgen. [,]
- Ist ein Opioid beteiligt und Naloxon vorhanden: geben und trotzdem 112 rufen. Naloxon wirkt nur gegen die Opioid-Komponente, nicht gegen DXM. Die Wirkung kann kürzer sein als die des Opioids.
- Ärztlich verordnete Medikamente wie Opioide, Tramadol oder Benzodiazepine nicht eigenständig absetzen, sondern mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt besprechen.
Hauptgefahren sind Atemdepression, Bewusstseinstrübung, Aspiration und bei serotonergen Opioiden wie Tramadol eine Serotonintoxizität. [,]
In einer Studie mit 104 Menschen in Opioid-Substitution hatten 12 DXM genutzt, 11 davon ohne es anzugeben. Die Autoren verweisen auf das Risiko eines Serotoninsyndroms. []
Daten zu Vergiftungen mit Opioiden und DXM zusammen wurden in der Recherche nicht gefunden.
Evidenz-Einordnung: unzureichend. Keine Vergiftungsdaten zum Paar, Einstufung nach Mechanismus.
Redaktionelle, KI-gestützte Recherche vom 03.10.2026. Studien über PubMed-Metadaten geprüft. Nicht im Original geöffnete Fachinformationen und Behördenberichte sind nicht als Beleg aufgeführt. Keine vollständige systematische Übersicht und keine menschliche fachliche Freigabe. Die Konfidenz beschreibt die Belastbarkeit der Einordnung, nicht eine individuelle Schadenswahrscheinlichkeit.
- [1] Chyka PA et al. (2007): Leitlinie zu Dextromethorphan-Vergiftungen. Clinical Toxicology. doi.org/10.1080/15563650701606443
- [2] van der Schrier R et al. (2017): Alkohol verstärkt die Atemdepression durch Oxycodon, Studie an Freiwilligen. Anesthesiology. doi.org/10.1097/ALN.0000000000001505
- [3] Windhab LG et al. (2020): DXM-Konsum bei Menschen in Opioid-Substitution, per Haaranalyse. Clinical Neuropharmacology. doi.org/10.1097/WNF.0000000000000403
- [4] Hassamal S et al. (2018): Tramadol, Krampfanfälle und Serotoninsyndrom. American Journal of Medicine. doi.org/10.1016/j.amjmed.2018.04.025
- [5] Logan BK et al. (2012): DXM-Missbrauch mit Psychose, Gewalt und Suizid (Fallserie). Journal of Forensic Sciences. doi.org/10.1111/j.1556-4029.2012.02133.x
- [6] Charité: Was tun bei Vergiftungen? Erste Hilfe und Giftnotruf. giftnotruf.charite.de/fuer_patienten/
- [7] Chaves TV et al. (2022): Systematische Übersicht zu Überdosierungen und Todesfällen mit Ketamin und Analoga. Am J Drug Alcohol Abuse. doi.org/10.1080/00952990.2022.2132506
- [8] Liechti ME et al. (2005): 65 GHB/GBL-Vergiftungen, längeres Koma bei Mischkonsum mit Kokain oder MDMA. Drug and Alcohol Dependence. doi.org/10.1016/j.drugalcdep.2005.07.010
- [9] Schep LJ et al. (2012): Übersicht zur klinischen Toxikologie von GHB, GBL und 1,4-Butandiol. Clinical Toxicology. doi.org/10.3109/15563650.2012.702218
- [10] IQWiG: Wie funktioniert die stabile Seitenlage? gesundheitsinformation.de/wie-funktioniert-die-stabile-seitenlage_34308.html
- [11] St John Ambulance: How to do CPR. sja.org.uk/first-aid-advice/cpr/
- [12] Wood DM et al. (2011): Analytisch bestätigte akute MXE-Vergiftungen. Eur J Clin Pharmacol. doi.org/10.1007/s00228-011-1199-9
Legende
- Synergie / Potenzierung
- Niedriges Zusatzrisiko
- Reduzierte Effekte
- Vorsicht (mittleres Risiko)
- Hohes Risiko
- Gefährlich
- Unbekannt / unzureichend untersucht
- SerotonergWirkt stark auf den Serotoninhaushalt. Kombinationen koennen ein Serotonin-Syndrom ausloesen.
- KardiovaskulaerBelastet Herz und Kreislauf. Erhoehte Risiken fuer Blutdruck, Herzrhythmus und Gefaesssystem.
- Serotonerg + KardioDoppelbelastung: serotonerge und kardiovaskulaere Effekte verstaerken sich gegenseitig.
- AtemdepressivDaempft die Atmung. Kombinationen mit anderen Atemdepressiva sind potenziell toedlich.