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Interaktion Details

DXM + Opioids
Hohes Risiko
Evidenz: unzureichend
Opioide und DXM nicht kombinieren. DXM in Rauschmengen trübt das Bewusstsein, Opioide dämpfen die Atmung. Mit Tramadol oder anderen serotonergen Mitteln kommt das Risiko einer Serotonintoxizität hinzu. [,]
Was passiert
DXM ist ein Hustenstiller, der in hohen Mengen dissoziativ wirkt und zudem die Serotoninwirkung erhöht. [] Opioide dämpfen das Atemzentrum. [] Unter DXM werden Warnzeichen schlechter bemerkt. Die Leitlinie zu DXM-Vergiftungen nennt bei Sedierung mit Atemdepression Naloxon als Option. []
Für wen relevant
Betrifft Menschen, die Opioide nehmen, auch in Substitution, und DXM als Rauschmittel nutzen. In einer Schweizer Studie wurde DXM-Konsum bei Substitutionspatienten meist erst per Haaranalyse entdeckt. [] Ärztlich verordnete Medikamente wie Opioide, Tramadol oder Benzodiazepine nicht eigenständig absetzen, sondern mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt besprechen.
Warnzeichen
  • Nicht oder kaum weckbar, auch nicht durch lautes Ansprechen. []
  • Langsame, flache oder aussetzende Atmung, Röcheln, blaue Lippen. [,]
  • Erbrechen bei eingetrübtem Bewusstsein. []
  • Krampfanfall, Muskelzucken oder sehr hohe Körpertemperatur. [,]
  • Starke Verwirrtheit, Panik oder Aggression, Sturz- oder Unfallgefahr. [,]
Dissoziativa machen Bewegungen unsicher und trüben das Urteil. Eine Person kann sich in diesem Zustand nicht selbst helfen oder Hilfe rufen.
Wenn es passiert
  • Bei einem der Warnzeichen sofort 112 rufen. Alle Substanzen nennen, auch Medikamente und Alkohol. Reste und Verpackungen aufbewahren. []
  • Nichts nachlegen, nichts zum Wachwerden oder Runterkommen geben. Keine Selbstbehandlung mit weiteren Substanzen. []
  • Bei der Person bleiben und die Atmung regelmäßig prüfen, auch wenn sie scheinbar nur schläft. Einer benommenen Person nichts zu trinken geben. []
  • Bewusstlos, aber normale Atmung: stabile Seitenlage, damit Erbrochenes abfließen kann. Keine normale Atmung: sofort Herzdruckmassage und den Anweisungen der Leitstelle folgen. [,]
  • Ist ein Opioid beteiligt und Naloxon vorhanden: geben und trotzdem 112 rufen. Naloxon wirkt nur gegen die Opioid-Komponente, nicht gegen DXM. Die Wirkung kann kürzer sein als die des Opioids.
  • Ärztlich verordnete Medikamente wie Opioide, Tramadol oder Benzodiazepine nicht eigenständig absetzen, sondern mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt besprechen.

Hauptgefahren sind Atemdepression, Bewusstseinstrübung, Aspiration und bei serotonergen Opioiden wie Tramadol eine Serotonintoxizität. [,]

In einer Studie mit 104 Menschen in Opioid-Substitution hatten 12 DXM genutzt, 11 davon ohne es anzugeben. Die Autoren verweisen auf das Risiko eines Serotoninsyndroms. []

Daten zu Vergiftungen mit Opioiden und DXM zusammen wurden in der Recherche nicht gefunden.

Evidenz-Einordnung: unzureichend. Keine Vergiftungsdaten zum Paar, Einstufung nach Mechanismus.

Redaktionelle, KI-gestützte Recherche vom 03.10.2026. Studien über PubMed-Metadaten geprüft. Nicht im Original geöffnete Fachinformationen und Behördenberichte sind nicht als Beleg aufgeführt. Keine vollständige systematische Übersicht und keine menschliche fachliche Freigabe. Die Konfidenz beschreibt die Belastbarkeit der Einordnung, nicht eine individuelle Schadenswahrscheinlichkeit.

Quellen

Legende

Risikostufen
  • Synergie / Potenzierung
  • Niedriges Zusatzrisiko
  • Reduzierte Effekte
  • Vorsicht (mittleres Risiko)
  • Hohes Risiko
  • Gefährlich
  • Unbekannt / unzureichend untersucht
Marker
  • SerotonergWirkt stark auf den Serotoninhaushalt. Kombinationen koennen ein Serotonin-Syndrom ausloesen.
  • KardiovaskulaerBelastet Herz und Kreislauf. Erhoehte Risiken fuer Blutdruck, Herzrhythmus und Gefaesssystem.
  • Serotonerg + KardioDoppelbelastung: serotonerge und kardiovaskulaere Effekte verstaerken sich gegenseitig.
  • AtemdepressivDaempft die Atmung. Kombinationen mit anderen Atemdepressiva sind potenziell toedlich.
Diese Inhalte dienen Informationszwecken. Individuelle Reaktionen können variieren. Kein Ersatz für medizinische Beratung.