Interaktion Details
- Person ist nicht mehr weckbar oder reagiert kaum. []
- Sehr langsame, flache oder aussetzende Atmung, Schnarchen oder Röcheln.
- Blaue oder graue Lippen und Fingernägel.
- Sehr enge Pupillen bei Benommenheit.
- Brustschmerz, Herzrasen oder Krampfanfall.
- Bei Atemproblemen oder wenn die Person nicht weckbar ist, sofort 112 rufen. Alle Substanzen nennen. []
- Wenn vorhanden, Naloxon geben und den Anweisungen der Leitstelle folgen. Naloxon wirkt nur gegen den Opioid-Anteil, die Kokainwirkung bleibt. Naloxon kann nachlassen, bevor das Opioid abgebaut ist, deshalb trotzdem den Rettungsdienst rufen.
- Keine normale Atmung: sofort Herzdruckmassage und, wenn geübt, Beatmung, den Anweisungen der Leitstelle folgen. []
- Bewusstlos, aber normale Atmung: stabile Seitenlage und bei der Person bleiben, Atmung laufend kontrollieren. []
- Bei einem Krampfanfall vor Verletzungen schützen, nicht festhalten, nichts in den Mund stecken. []
- Nichts nachlegen. Auch wenn die Person nach Naloxon wieder wach wirkt, bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes bei ihr bleiben. []
Hauptgefahren sind Atemdepression durch das Opioid, verdeckt und zeitlich verschoben durch Kokain, sowie Herzbelastung durch Kokain. [,]
In einer Befragung von 203 Menschen in einem Spritzentauschprogramm in Baltimore war Speedball-Injektion mit fast dreifacher Chance einer nicht tödlichen Überdosis im letzten Jahr verbunden (aOR 2,80). Auch bei jungen Menschen, die Drogen injizieren, in San Francisco waren Überdosierungen mit Speedballs assoziiert. [,]
2022 waren in den USA 53,6 Prozent der Todesfälle durch synthetische Opioide mit Stimulanzien verbunden. 2018 hatte die Kombination Kokain und Opioide die höchste Sterberate unter den Mischkonsum-Todesfällen. Diese Daten sind Totenschein-Statistiken und trennen nicht, welcher Stoff welchen Anteil hatte. [,]
Evidenz-Einordnung: wahrscheinlich. Konsistente epidemiologische Zusammenhänge mit Überdosis und Tod, aber Beobachtungsdaten mit Störfaktoren wie Fentanyl-Verunreinigung und Injektion.
Redaktionelle, KI-gestützte Recherche vom 03.10.2026. Studien über PubMed-Metadaten geprüft. Nicht im Original geöffnete Fachinformationen und Behördenberichte sind nicht als Beleg aufgeführt. Keine vollständige systematische Übersicht und keine menschliche fachliche Freigabe. Die Konfidenz beschreibt die Belastbarkeit der Einordnung, nicht eine individuelle Schadenswahrscheinlichkeit.
- [1] Goodwin RD et al. (2020): Gleichzeitiger Heroin- und Kokainkonsum in den USA 2002 bis 2017. Addictive Behaviors. doi.org/10.1016/j.addbeh.2020.106680
- [2] Park JN et al. (2018): Nicht tödliche Überdosierungen bei Menschen, die Drogen injizieren, Baltimore. Harm Reduction Journal. doi.org/10.1186/s12954-018-0240-z
- [3] Ochoa KC et al. (2001): Überdosierungen bei jungen Menschen, die Drogen injizieren, San Francisco. Addictive Behaviors. doi.org/10.1016/s0306-4603(00)00115-5
- [4] Lundstrom EW et al. (2025): Todesfälle durch synthetische Opioide mit Stimulanzien, USA 2022. MMWR. doi.org/10.15585/mmwr.mm7410a3
- [5] Rawy M et al. (2024): Todesfälle durch Mischkonsum in den USA 1999 bis 2018. BMC Public Health. doi.org/10.1186/s12889-023-17563-x
- [6] Charité: Was tun bei Vergiftungen? Erste Hilfe und Giftnotruf. giftnotruf.charite.de/fuer_patienten/
- [7] IQWiG: Wie funktioniert die stabile Seitenlage? gesundheitsinformation.de/wie-funktioniert-die-stabile-seitenlage_34308.html
- [8] St John Ambulance: How to do CPR. sja.org.uk/first-aid-advice/cpr/
- [9] IQWiG: Was tun, wenn jemand einen epileptischen Anfall hat? gesundheitsinformation.de/was-tun-wenn-jemand-einen-epileptischen-anfall-hat.html
Legende
- Synergie / Potenzierung
- Niedriges Zusatzrisiko
- Reduzierte Effekte
- Vorsicht (mittleres Risiko)
- Hohes Risiko
- Gefährlich
- Unbekannt / unzureichend untersucht
- SerotonergWirkt stark auf den Serotoninhaushalt. Kombinationen koennen ein Serotonin-Syndrom ausloesen.
- KardiovaskulaerBelastet Herz und Kreislauf. Erhoehte Risiken fuer Blutdruck, Herzrhythmus und Gefaesssystem.
- Serotonerg + KardioDoppelbelastung: serotonerge und kardiovaskulaere Effekte verstaerken sich gegenseitig.
- AtemdepressivDaempft die Atmung. Kombinationen mit anderen Atemdepressiva sind potenziell toedlich.