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Interaktion Details

Cocaine + MDMA
Hohes Risiko
Evidenz: wahrscheinlich
MDMA und Kokain nicht kombinieren. Beide belasten Herz und Kreislauf stark, Kokain verengt zusätzlich die Herzkranzgefäße. Bei Ecstasy-Todesfällen ist Kokain häufig mit beteiligt. [,]
Was passiert
MDMA setzt große Mengen Serotonin, Noradrenalin und Dopamin frei. Das treibt Puls, Blutdruck und Körpertemperatur hoch und kann zu Natriummangel führen. [,] Kokain blockiert die Wiederaufnahme von Noradrenalin, Dopamin und Serotonin und verengt Blutgefäße. [] Zusammen steigen Herzbelastung, Rhythmusstörungen, Überhitzung und Serotonin-Last.
Für wen relevant
Betrifft alle, die auf Partys mehrere Stimulanzien nehmen. Wer zusätzlich Alkohol trinkt, belastet das Herz weiter.
Warnzeichen
  • Körpertemperatur steigt stark, heiße Haut, starkes Schwitzen oder plötzlich trockene Haut. []
  • Muskelzuckungen, Muskelsteife oder starkes Zittern. []
  • Herzrasen, Brustschmerz oder heftiger Kopfschmerz. []
  • Starke Verwirrtheit, Unruhe oder Panik, die nicht nachlässt. []
  • Kopfschmerz, Übelkeit, Erbrechen und Verwirrtheit nach viel Trinken. Das kann Natriummangel sein. []
  • Krampfanfall oder Bewusstlosigkeit. []
Die Zeichen müssen nicht alle gemeinsam auftreten, eines reicht für den Notruf. Überhitzung kann sich schnell verschlechtern, nicht abwarten.
Wenn es passiert
  • Bei Warnzeichen sofort 112 rufen und alle Substanzen nennen. Reste und Verpackungen aufbewahren. []
  • Nichts nachlegen, auch nichts zum Runterkommen. []
  • Tanzen und Anstrengung beenden, an einen kühlen, ruhigen Ort bringen, enge Kleidung lockern, mit feuchten Tüchern kühlen. Wasser in kleinen Schlucken, nicht in großen Mengen auf einmal. [,]
  • Bewusstlos, aber normale Atmung: stabile Seitenlage. Keine normale Atmung: sofort Herzdruckmassage und den Anweisungen der Leitstelle folgen. [,]
  • Bei einem Krampfanfall vor Verletzungen schützen, nicht festhalten, nichts in den Mund stecken. []

Hauptgefahren sind Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkt, Überhitzung, Krampfanfälle und Serotonintoxizität. [,]

Bei Ecstasy-Todesfällen in England und Wales war MDMA nur in 17 Prozent der Fälle die einzige Substanz, meist waren weitere Stoffe beteiligt. Das zeigt, wie häufig Mischkonsum bei schweren Verläufen ist, aber nicht, welcher Stoff welchen Anteil hatte. []

Ein Todesfall mit Mephedron und Spuren von MDMA und Kokain verlief als exzitiertes Delir. Das ist ein Mischfall, keine Paarstudie. []

Evidenz-Einordnung: wahrscheinlich. Klarer, sich addierender Mechanismus und häufiger gemeinsamer Nachweis bei Todesfällen.

Redaktionelle, KI-gestützte Recherche vom 03.10.2026. Studien über PubMed-Metadaten geprüft. Nicht im Original geöffnete Fachinformationen und Behördenberichte sind nicht als Beleg aufgeführt. Keine vollständige systematische Übersicht und keine menschliche fachliche Freigabe. Die Konfidenz beschreibt die Belastbarkeit der Einordnung, nicht eine individuelle Schadenswahrscheinlichkeit.

Quellen

Legende

Risikostufen
  • Synergie / Potenzierung
  • Niedriges Zusatzrisiko
  • Reduzierte Effekte
  • Vorsicht (mittleres Risiko)
  • Hohes Risiko
  • Gefährlich
  • Unbekannt / unzureichend untersucht
Marker
  • SerotonergWirkt stark auf den Serotoninhaushalt. Kombinationen koennen ein Serotonin-Syndrom ausloesen.
  • KardiovaskulaerBelastet Herz und Kreislauf. Erhoehte Risiken fuer Blutdruck, Herzrhythmus und Gefaesssystem.
  • Serotonerg + KardioDoppelbelastung: serotonerge und kardiovaskulaere Effekte verstaerken sich gegenseitig.
  • AtemdepressivDaempft die Atmung. Kombinationen mit anderen Atemdepressiva sind potenziell toedlich.
Diese Inhalte dienen Informationszwecken. Individuelle Reaktionen können variieren. Kein Ersatz für medizinische Beratung.