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Interaktion Details

Cocaine + Ketamine
Hohes Risiko
Evidenz: wahrscheinlich
Ketamin und Kokain nicht kombinieren. Beide steigern Puls und Blutdruck, Kokain verengt zusätzlich die Herzkranzgefäße. Bei Ketamin-Vergiftungen in der Partyszene war Kokain fast immer mit im Spiel. [,]
Was passiert
Ketamin blockiert den NMDA-Rezeptor und wirkt dissoziativ. Akut stehen Unruhe, Halluzinationen, Angst und Unfälle im Vordergrund, Herzrasen und Bluthochdruck kommen seltener vor. [] Kokain verursacht Herzrasen, Rhythmusstörungen, Bluthochdruck und Gefäßkrämpfe der Herzkranzgefäße, mit Herzinfarkt und Schlaganfall als Folge. [] Zusammen addiert sich die Belastung von Herz und Gefäßen. Die Dissoziation kann Brustschmerz überdecken.
Für wen relevant
Betrifft alle, die Ketamin mit Stimulanzien kombinieren, und alle, die Pulver wie Tusi oder Pink Cocaine nehmen. Solche Gemische enthalten meist Ketamin, oft zusammen mit MDMA, Methamphetamin, Kokain oder anderen Stoffen. [] Kokain wirkt kurz und wird oft nachgelegt.
Warnzeichen
  • Brustschmerz, Engegefühl in der Brust, Herzrasen oder Herzstolpern. []
  • Plötzliche Lähmung einer Körperseite, Sprach- oder Sehstörung, sehr starker Kopfschmerz. []
  • Kaum noch weckbar, nicht ansprechbar, langsame oder röchelnde Atmung. []
  • Starke Unruhe, Panik, Aggression oder Wahn, die nicht nachlassen. [,]
Die Zeichen müssen nicht alle gemeinsam auftreten, eines reicht für den Notruf. Die Dissoziation kann Schmerzen und Unwohlsein überdecken, deshalb auf das Verhalten und die Atmung achten, nicht nur auf Klagen.
Wenn es passiert
  • Bei einem der Warnzeichen sofort 112 rufen. Alle Substanzen nennen, auch Ketamin. Reste und Verpackungen aufbewahren. []
  • Nichts nachlegen, auch nicht, um die Wirkung des anderen Stoffs abzuschwächen. Keine Selbstbehandlung mit weiteren Substanzen. []
  • Bei der Person bleiben. In der Dissoziation kann sie sich oft nicht selbst helfen und stürzt leicht. Ruhige, kühle Umgebung schaffen, gefährliche Gegenstände wegräumen, mit feuchten Tüchern kühlen.
  • Bewusstlos, aber normale Atmung: stabile Seitenlage. Keine normale Atmung: sofort Herzdruckmassage und den Anweisungen der Leitstelle folgen. [,]
  • Bei einem Krampfanfall vor Verletzungen schützen, nicht festhalten, nichts in den Mund stecken. []

Hauptgefahren sind Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen, Schlaganfall, Bluthochdruck und Unfälle in der Dissoziation. [,]

In einer Auswertung von 122 analytisch bestätigten Ketamin-Vergiftungen auf den Balearen fand sich in 93,4 Prozent zusätzlich Kokain, in 78,7 Prozent MDMA. Häufigste Zeichen waren Herzrasen (43,4 Prozent) und Bluthochdruck (28,7 Prozent), 5,7 Prozent kamen auf die Intensivstation. Diese Zahlen betreffen Mischkonsum allgemein, nicht ein einzelnes Paar. []

Fast alle Fälle der Balearen-Auswertung enthielten zusätzlich MDMA oder weitere Stoffe, der Anteil des Paars Ketamin und Kokain lässt sich daraus nicht herauslösen. Nur ein kleiner Teil (5,7 Prozent) musste auf die Intensivstation. []

Evidenz-Einordnung: wahrscheinlich. Es gibt Vergiftungsdaten mit gemeinsamem Nachweis und einen klaren Mechanismus, aber keine Daten zum Paar ohne weitere Stoffe.

Redaktionelle, KI-gestützte Recherche vom 03.10.2026. Studien über PubMed-Metadaten geprüft. Nicht im Original geöffnete Fachinformationen und Behördenberichte sind nicht als Beleg aufgeführt. Keine vollständige systematische Übersicht und keine menschliche fachliche Freigabe. Die Konfidenz beschreibt die Belastbarkeit der Einordnung, nicht eine individuelle Schadenswahrscheinlichkeit.

Quellen

Legende

Risikostufen
  • Synergie / Potenzierung
  • Niedriges Zusatzrisiko
  • Reduzierte Effekte
  • Vorsicht (mittleres Risiko)
  • Hohes Risiko
  • Gefährlich
  • Unbekannt / unzureichend untersucht
Marker
  • SerotonergWirkt stark auf den Serotoninhaushalt. Kombinationen koennen ein Serotonin-Syndrom ausloesen.
  • KardiovaskulaerBelastet Herz und Kreislauf. Erhoehte Risiken fuer Blutdruck, Herzrhythmus und Gefaesssystem.
  • Serotonerg + KardioDoppelbelastung: serotonerge und kardiovaskulaere Effekte verstaerken sich gegenseitig.
  • AtemdepressivDaempft die Atmung. Kombinationen mit anderen Atemdepressiva sind potenziell toedlich.
Diese Inhalte dienen Informationszwecken. Individuelle Reaktionen können variieren. Kein Ersatz für medizinische Beratung.