Interaktion Details
- Brustschmerz, Engegefühl in der Brust, Herzrasen oder Herzstolpern. []
- Plötzliche Lähmung einer Körperseite, Sprach- oder Sehstörung, sehr starker Kopfschmerz. []
- Kaum noch weckbar, nicht ansprechbar, langsame oder röchelnde Atmung. []
- Starke Unruhe, Panik, Aggression oder Wahn, die nicht nachlassen. [,]
- Bei einem der Warnzeichen sofort 112 rufen. Alle Substanzen nennen, auch Ketamin. Reste und Verpackungen aufbewahren. []
- Nichts nachlegen, auch nicht, um die Wirkung des anderen Stoffs abzuschwächen. Keine Selbstbehandlung mit weiteren Substanzen. []
- Bei der Person bleiben. In der Dissoziation kann sie sich oft nicht selbst helfen und stürzt leicht. Ruhige, kühle Umgebung schaffen, gefährliche Gegenstände wegräumen, mit feuchten Tüchern kühlen.
- Bewusstlos, aber normale Atmung: stabile Seitenlage. Keine normale Atmung: sofort Herzdruckmassage und den Anweisungen der Leitstelle folgen. [,]
- Bei einem Krampfanfall vor Verletzungen schützen, nicht festhalten, nichts in den Mund stecken. []
Hauptgefahren sind Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen, Schlaganfall, Bluthochdruck und Unfälle in der Dissoziation. [,]
In einer Auswertung von 122 analytisch bestätigten Ketamin-Vergiftungen auf den Balearen fand sich in 93,4 Prozent zusätzlich Kokain, in 78,7 Prozent MDMA. Häufigste Zeichen waren Herzrasen (43,4 Prozent) und Bluthochdruck (28,7 Prozent), 5,7 Prozent kamen auf die Intensivstation. Diese Zahlen betreffen Mischkonsum allgemein, nicht ein einzelnes Paar. []
Fast alle Fälle der Balearen-Auswertung enthielten zusätzlich MDMA oder weitere Stoffe, der Anteil des Paars Ketamin und Kokain lässt sich daraus nicht herauslösen. Nur ein kleiner Teil (5,7 Prozent) musste auf die Intensivstation. []
Evidenz-Einordnung: wahrscheinlich. Es gibt Vergiftungsdaten mit gemeinsamem Nachweis und einen klaren Mechanismus, aber keine Daten zum Paar ohne weitere Stoffe.
Redaktionelle, KI-gestützte Recherche vom 03.10.2026. Studien über PubMed-Metadaten geprüft. Nicht im Original geöffnete Fachinformationen und Behördenberichte sind nicht als Beleg aufgeführt. Keine vollständige systematische Übersicht und keine menschliche fachliche Freigabe. Die Konfidenz beschreibt die Belastbarkeit der Einordnung, nicht eine individuelle Schadenswahrscheinlichkeit.
- [1] Kalsi SS, Wood DM, Dargan PI (2011): Übersicht zu akuter und chronischer Toxizität von Freizeit-Ketamin. Emerging Health Threats Journal. doi.org/10.3402/ehtj.v4i0.7107
- [2] Gomila Muñiz et al. (2023): 122 analytisch bestätigte Vergiftungen mit Freizeit-Ketamin auf den Balearen. Emergencias. doi.org/10.55633/s3me/E093.2023
- [3] Palamar (2023): Tusi, ein Ketamin-Gemisch mit wechselnden weiteren Drogen. Am J Drug Alcohol Abuse. doi.org/10.1080/00952990.2023.2207716
- [4] Richards et al. (2016): Systematische Übersicht zur Behandlung der Herz-Kreislauf-Toxizität von Kokain. Clinical Toxicology. doi.org/10.3109/15563650.2016.1142090
- [5] Charité: Was tun bei Vergiftungen? Erste Hilfe und Giftnotruf. giftnotruf.charite.de/fuer_patienten/
- [6] IQWiG: Wie funktioniert die stabile Seitenlage? gesundheitsinformation.de/wie-funktioniert-die-stabile-seitenlage_34308.html
- [7] St John Ambulance: How to do CPR. sja.org.uk/first-aid-advice/cpr/
- [8] IQWiG: Was tun, wenn jemand einen epileptischen Anfall hat? gesundheitsinformation.de/was-tun-wenn-jemand-einen-epileptischen-anfall-hat.html
Legende
- Synergie / Potenzierung
- Niedriges Zusatzrisiko
- Reduzierte Effekte
- Vorsicht (mittleres Risiko)
- Hohes Risiko
- Gefährlich
- Unbekannt / unzureichend untersucht
- SerotonergWirkt stark auf den Serotoninhaushalt. Kombinationen koennen ein Serotonin-Syndrom ausloesen.
- KardiovaskulaerBelastet Herz und Kreislauf. Erhoehte Risiken fuer Blutdruck, Herzrhythmus und Gefaesssystem.
- Serotonerg + KardioDoppelbelastung: serotonerge und kardiovaskulaere Effekte verstaerken sich gegenseitig.
- AtemdepressivDaempft die Atmung. Kombinationen mit anderen Atemdepressiva sind potenziell toedlich.