Interaktion Details
- Person ist nicht mehr weckbar oder reagiert kaum auf Ansprache und Schmerzreiz. []
- Schnarchende, sehr langsame oder aussetzende Atmung. []
- Erbrechen bei eingeschränktem Bewusstsein. []
- Sehr langsamer Puls, kalte Haut, Unterkühlung. []
- Heftige Unruhe oder Aggression beim Aufwachen. []
- Krampfanfall oder Brustschmerz.
- Wenn die Person nicht mehr weckbar ist, schnarchend oder sehr langsam atmet oder einen Krampfanfall hat, sofort 112 rufen. Alle Substanzen nennen, ausdrücklich auch GHB oder GBL. []
- Bewusstlos, aber normale Atmung: stabile Seitenlage, Atmung laufend kontrollieren. Erbrechen ist häufig, die Seitenlage schützt vor dem Ersticken. Keine normale Atmung: sofort Herzdruckmassage. [,,]
- Nicht allein lassen, auch wenn es aussieht, als würde die Person nur schlafen. Eine tiefe GHB-Bewusstlosigkeit kann mit gefährlich flacher Atmung einhergehen. []
- Nicht versuchen, die Person mit Stimulanzien wachzubekommen, und nichts nachlegen. In einer Fallserie dauerte die Bewusstlosigkeit mit Kokain oder MDMA sogar länger. []
- Bei einem Krampfanfall vor Verletzungen schützen, nicht festhalten, nichts in den Mund stecken. []
Hauptgefahren sind tiefe Bewusstlosigkeit mit Atemdepression und Aspiration durch GHB, verschleiert und verlängert durch Kokain, sowie Kreislaufbelastung durch Kokain. [,]
In einer Notaufnahme-Serie mit 65 GHB- und GBL-Vergiftungen hatten 65 Prozent Alkohol oder Drogen dazu genommen, meist MDMA und Kokain. 83 Prozent kamen bewusstlos an. Mit Kokain oder MDMA dauerte es im Mittel 155 statt 111 Minuten, bis sie wieder wach wurden. []
In den europäischen Notaufnahme-Daten von Euro-DEN Plus war GHB/GBL der stärkste Faktor für eine Aufnahme auf die Intensivstation (etwa dreifache Chance), Mischkonsum erhöhte sie ebenfalls. [] Kokain allein war dort nicht mit mehr Intensivaufnahmen verbunden, die Gefahr liegt hier vor allem beim GHB-Anteil. []
Evidenz-Einordnung: wahrscheinlich. Eine klinische Fallserie zeigt einen Effekt des Mischkonsums auf die Dauer der Bewusstlosigkeit, kontrollierte Studien zur Kombination fehlen.
Redaktionelle, KI-gestützte Recherche vom 03.10.2026. Studien über PubMed-Metadaten geprüft. Nicht im Original geöffnete Fachinformationen und Behördenberichte sind nicht als Beleg aufgeführt. Keine vollständige systematische Übersicht und keine menschliche fachliche Freigabe. Die Konfidenz beschreibt die Belastbarkeit der Einordnung, nicht eine individuelle Schadenswahrscheinlichkeit.
- [1] Felmlee MA et al. (2021): Übersicht zu Pharmakologie und Toxikologie von GHB. AAPS Journal. doi.org/10.1208/s12248-020-00543-z
- [2] Liechti ME et al. (2005): 65 GHB- und GBL-Vergiftungen in einer Notaufnahme, Einfluss von Mischkonsum. Drug and Alcohol Dependence. doi.org/10.1016/j.drugalcdep.2005.07.010
- [3] Noseda R et al. (2023): Euro-DEN Plus, Faktoren für Intensivaufnahme nach Drogenvergiftung. Journal of Clinical Medicine. doi.org/10.3390/jcm12185970
- [4] Charité: Was tun bei Vergiftungen? Erste Hilfe und Giftnotruf. giftnotruf.charite.de/fuer_patienten/
- [5] IQWiG: Wie funktioniert die stabile Seitenlage? gesundheitsinformation.de/wie-funktioniert-die-stabile-seitenlage_34308.html
- [6] St John Ambulance: How to do CPR. sja.org.uk/first-aid-advice/cpr/
- [7] IQWiG: Was tun, wenn jemand einen epileptischen Anfall hat? gesundheitsinformation.de/was-tun-wenn-jemand-einen-epileptischen-anfall-hat.html
Legende
- Synergie / Potenzierung
- Niedriges Zusatzrisiko
- Reduzierte Effekte
- Vorsicht (mittleres Risiko)
- Hohes Risiko
- Gefährlich
- Unbekannt / unzureichend untersucht
- SerotonergWirkt stark auf den Serotoninhaushalt. Kombinationen koennen ein Serotonin-Syndrom ausloesen.
- KardiovaskulaerBelastet Herz und Kreislauf. Erhoehte Risiken fuer Blutdruck, Herzrhythmus und Gefaesssystem.
- Serotonerg + KardioDoppelbelastung: serotonerge und kardiovaskulaere Effekte verstaerken sich gegenseitig.
- AtemdepressivDaempft die Atmung. Kombinationen mit anderen Atemdepressiva sind potenziell toedlich.