Interaktion Details
- Krampfanfall, Zittern oder Muskelzuckungen. [,]
- Brustschmerz, Herzrasen oder heftige Kopfschmerzen. []
- Sehr hohe Körpertemperatur, heiße Haut, starkes Schwitzen. []
- Starke Unruhe, Verwirrtheit, Aggression oder Panik, die nicht nachlässt. [,]
- Gefährliches oder selbstgefährdendes Verhalten, etwa in Richtung Wasser, Straße oder Höhe. []
- Bei einem der Warnzeichen sofort 112 rufen. Alle Substanzen nennen, auch wenn der Blotter als LSD gekauft wurde. Reste und Verpackung aufbewahren. []
- Kein weiteres Cannabis und nichts nachlegen, auch nichts zum Runterkommen. []
- Bei der Person bleiben, ruhige und kühle Umgebung schaffen, von Wasser, Straßen und Höhen fernhalten, enge Kleidung lockern. []
- Bewusstlos, aber normale Atmung: stabile Seitenlage. Keine normale Atmung: sofort Herzdruckmassage und den Anweisungen der Leitstelle folgen. [,]
- Bei einem Krampfanfall vor Verletzungen schützen, nicht festhalten, nichts in den Mund stecken. []
- Vorbeugen: Als LSD verkaufte Blotter vorher testen. Ehrlich-Reagenz färbt LSD violett, NBOMe nicht. Bitterer oder betäubender Geschmack ist ein Warnzeichen, LSD schmeckt nach nichts. Wo es Drug-Checking gibt, nutzen. [,]
Hauptgefahren sind Krampfanfälle, Überhitzung, Herzrhythmusstörungen, Gefäßverengung mit Durchblutungsstörungen, Muskelzerfall und gefährliches Verhalten im Rausch. [,,,]
In einer systematischen Übersicht mit 20 analytisch bestätigten NBOMe-Vergiftungen starben 3 Personen, 40 Prozent hatten Krampfanfälle. Diese Zahlen betreffen NBOMe allgemein. []
Cannabis ist die illegale Droge mit der stärksten Evidenz als Auslöser des reversiblen zerebralen Vasokonstriktionssyndroms. [] Cannabisarteriitis mit Amputationsrisiko ist bei jungen Konsumierenden beschrieben. [] Eine addierende gefäßverengende Wirkung mit NBOMe ist plausibel, aber für dieses Paar nicht belegt. [,]
Morini et al. beschreiben einen Jugendlichen, der nach einer Party unruhig und verwirrt in einen Wasserlauf sprang und ertrank. Im Blut fanden sich 25C- und 25H-NBOMe sowie THC. Kueppers und Cooke beschreiben einen Todesfall mit 25I-NBOMe, Methamphetamin und THC. [,]
Beim dänischen Giftinformationszentrum hatten 7 von 43 NBOMe-Fällen zusätzlich Cannabis genommen. Am häufigsten waren Halluzinationen oder Psychose, Herzrasen und Unruhe. []
Evidenz-Einordnung: unzureichend. Fälle mit gemeinsamem Nachweis zeigen, dass die Kombination vorkommt, belegen aber keinen Anteil des Cannabis. Die Einstufung als unsicher beruht auf NBOMe und der plausiblen Gefäßwirkung von Cannabis.
Redaktionelle, KI-gestützte Recherche vom 03.10.2026. Studien über PubMed-Metadaten geprüft. Nicht im Original geöffnete Fachinformationen und Behördenberichte sind nicht als Beleg aufgeführt. Keine vollständige systematische Übersicht und keine menschliche fachliche Freigabe. Die Konfidenz beschreibt die Belastbarkeit der Einordnung, nicht eine individuelle Schadenswahrscheinlichkeit.
- [1] Zawilska JB et al. (2020): Übersichtsarbeit zu Pharmakologie und Toxizität der NBOMe-Substanzen. Frontiers in Neuroscience. doi.org/10.3389/fnins.2020.00078
- [2] Suzuki J et al. (2015): Systematische Übersicht zu 20 analytisch bestätigten NBOMe-Vergiftungen. Psychosomatics. doi.org/10.1016/j.psym.2014.11.002
- [3] Morini L et al. (2017): Tod durch Ertrinken nach 25C- und 25H-NBOMe, THC im Blut nachgewiesen. Forensic Science International. doi.org/10.1016/j.forsciint.2017.08.028
- [4] Kueppers VB, Cooke CT (2015): Todesfall mit 25I-NBOMe und Methamphetamin. Forensic Science International. doi.org/10.1016/j.forsciint.2015.02.010
- [5] Madsen GR et al. (2017): 43 NBOMe-Fälle beim dänischen Giftinformationszentrum. Danish Medical Journal. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28566118/
- [6] Rickli A et al. (2015): Rezeptorprofile von 2C-Substanzen, unter anderem 2C-T-2, 2C-T-4 und 2C-T-7, und ihrer NBOMe-Analoga. Neuropharmacology. doi.org/10.1016/j.neuropharm.2015.08.034
- [7] Martins D et al. (2017): Als LSD verkaufte Blotter beim Boom-Festival enthielten in rund einem Viertel der Fälle DOx- oder NBOMe-Substanzen. Human Psychopharmacology. doi.org/10.1002/hup.2608
- [8] Wadowski PP et al. (2019): Akute Armischämie nach NBOMe. Int J Environ Res Public Health. doi.org/10.3390/ijerph16245071
- [9] Short K, Emsley HCA (2021): Systematische Übersicht zu Cannabis und reversiblem zerebralem Vasokonstriktionssyndrom. The Neurohospitalist. doi.org/10.1177/1941874420953051
- [10] Noël B et al. (2008): Cannabisarteriitis mit Amputationsrisiko bei jungen Konsumierenden. Journal of the American Academy of Dermatology. doi.org/10.1016/j.jaad.2007.04.024
- [11] Dumont GJ et al. (2009): Randomisierte Humanstudie zu THC und MDMA, Herzfrequenz und Körpertemperatur (16 Personen). Clinical Pharmacology and Therapeutics. doi.org/10.1038/clpt.2009.62
- [12] Volkow ND et al. (2014): Übersicht zu gesundheitlichen Schäden durch Cannabis. New England Journal of Medicine. doi.org/10.1056/NEJMra1402309
- [13] Miró Ò et al. (2025): 3839 Notaufnahme-Fälle nach alleinigem Cannabiskonsum in Europa (Euro-DEN). Addiction. doi.org/10.1111/add.70233
- [14] Charité: Was tun bei Vergiftungen? Erste Hilfe und Giftnotruf. giftnotruf.charite.de/fuer_patienten/
- [15] IQWiG: Wie funktioniert die stabile Seitenlage? gesundheitsinformation.de/wie-funktioniert-die-stabile-seitenlage_34308.html
- [16] St John Ambulance: How to do CPR. sja.org.uk/first-aid-advice/cpr/
- [17] IQWiG: Was tun, wenn jemand einen epileptischen Anfall hat? gesundheitsinformation.de/was-tun-wenn-jemand-einen-epileptischen-anfall-hat.html
Legende
- Synergie / Potenzierung
- Niedriges Zusatzrisiko
- Reduzierte Effekte
- Vorsicht (mittleres Risiko)
- Hohes Risiko
- Gefährlich
- Unbekannt / unzureichend untersucht
- SerotonergWirkt stark auf den Serotoninhaushalt. Kombinationen koennen ein Serotonin-Syndrom ausloesen.
- KardiovaskulaerBelastet Herz und Kreislauf. Erhoehte Risiken fuer Blutdruck, Herzrhythmus und Gefaesssystem.
- Serotonerg + KardioDoppelbelastung: serotonerge und kardiovaskulaere Effekte verstaerken sich gegenseitig.
- AtemdepressivDaempft die Atmung. Kombinationen mit anderen Atemdepressiva sind potenziell toedlich.