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Interaktion Details

Cannabis + DOx
Hohes Risiko
Evidenz: unzureichend
DOx-Substanzen wie DOB, DOC oder DOI und Cannabis meiden. DOx wirkt sehr lange und kann Gefäßkrämpfe, Krampfanfälle und Todesfälle verursachen. [,] Cannabis kann Gefäße ebenfalls verengen und den Puls steigern, eine addierende Gefäßwirkung ist plausibel, für das Paar aber nicht belegt. [,,] Ein Todesfall mit DOC, Cannabis und weiteren Substanzen ist beschrieben. []
Was passiert
DOx sind lang wirksame Psychedelika vom Amphetamintyp. Nach DOB ist ein ausgedehnter Gefäßkrampf beschrieben, nach DOC Todesfälle. [,] Cannabis gilt unter den illegalen Drogen als der am besten belegte Auslöser des reversiblen zerebralen Vasokonstriktionssyndroms, und bei jungen Konsumierenden ist eine Cannabisarteriitis mit Amputationsrisiko beschrieben. [,] THC, der Hauptwirkstoff von Cannabis, erhöht außerdem die Herzfrequenz direkt über Cannabinoid-Rezeptoren. [] Akut kann Cannabis Angst, Panik, Verfolgungsgedanken und kurze psychotische Zustände auslösen. [,] Zusammen ist plausibel, dass sich die gefäßverengenden Wirkungen addieren und der Rausch lang und schwer steuerbar wird. Das ist eine Ableitung aus den Einzelwirkungen, für das Paar nicht belegt.
Für wen relevant
Betrifft alle, die DOx bewusst nehmen, und alle, die Blotter als LSD kaufen. Beim Boom-Festival enthielten rund ein Viertel der als LSD verkauften Blotter DOx oder NBOMe. [] Wer glaubt, LSD genommen zu haben, rechnet nicht mit der sehr langen Wirkung.
Warnzeichen
  • Starke Angst oder Panik, die sich durch Zureden nicht beruhigen lässt. [,]
  • Verfolgungsgedanken, Realitätsverlust oder Verhalten, das die Person selbst oder andere gefährdet. [,]
  • Herzrasen, Brustschmerz oder Atemnot. [,]
  • Kalte, blasse oder bläuliche Finger und Zehen, Taubheit in Armen oder Beinen. []
  • Krampfanfall oder Muskelzucken. []
  • Starke Verwirrtheit, wiederholtes Erbrechen oder zunehmende Benommenheit. []
  • Wahnideen oder Halluzinationen, die nach dem Abklingen der Wirkung bestehen bleiben. [,]
Die Zeichen müssen nicht alle gemeinsam auftreten. DOx wirkt sehr lange, Beschwerden können sich noch spät verschlechtern. Bei Brustschmerz, plötzlichem heftigem Kopfschmerz, Durchblutungsstörungen, Krampfanfall oder Bewusstlosigkeit nicht abwarten.
Wenn es passiert
  • Bei Brustschmerz, Atemnot, Krampfanfall, Bewusstlosigkeit oder wenn die Person sich oder andere gefährdet, sofort 112 rufen und alle Substanzen nennen. []
  • Kein weiteres Cannabis und nichts nachlegen, auch nichts zum Runterkommen. []
  • Bei der Person bleiben, eine ruhige, reizarme Umgebung schaffen, beruhigend sprechen und daran erinnern, dass die Wirkung nachlässt. Von Wasser, Straßen und Höhen fernhalten. []
  • Bewusstlos, aber normale Atmung: stabile Seitenlage. Keine normale Atmung: sofort Herzdruckmassage und den Anweisungen der Leitstelle folgen. [,]
  • Bei einem Krampfanfall vor Verletzungen schützen, nicht festhalten, nichts in den Mund stecken. []
  • Halten Wahnideen nach dem Abklingen an, ärztlich abklären lassen. [] Vorbeugen: Die Kombination meiden, nicht allein konsumieren. Als LSD verkaufte Blotter wo möglich testen lassen. []

Hauptgefahren sind Gefäßkrämpfe mit Durchblutungsstörungen, Krampfanfälle, Hirnschwellung und Organversagen, dazu lange Angst- und Erregungszustände. [,]

Cannabis ist die illegale Droge mit der stärksten Evidenz als Auslöser des reversiblen zerebralen Vasokonstriktionssyndroms (systematische Übersicht). [] Cannabisarteriitis mit Amputationsrisiko ist bei jungen Konsumierenden beschrieben. [] THC steigert die Herzfrequenz. []

Eine addierende gefäßverengende Wirkung mit DOx ist deshalb plausibel, aber für dieses Paar nicht belegt. [,]

Lelievre et al. beschreiben eine junge Frau mit Erbrechen, Krampfanfällen und Herz-Kreislauf-Stillstand, die nach vier Tagen starb. Nachgewiesen wurden DOC, Buprenorphin, Kokain und Cannabis-Abbauprodukte. Welcher Stoff welchen Anteil hatte, ist offen. []

Barnett et al. dokumentieren einen Todesfall durch DOC, Bowen et al. einen ausgedehnten Gefäßspasmus nach DOB. [,]

Evidenz-Einordnung: unzureichend. Ein Todesfall mit gemeinsamem Nachweis, aber vielen weiteren Substanzen. Die Einstufung als unsicher beruht auf der Toxizität von DOx und der plausiblen, nicht bewiesenen Gefäßwirkung von Cannabis.

Redaktionelle, KI-gestützte Recherche vom 03.10.2026. Studien über PubMed-Metadaten geprüft. Nicht im Original geöffnete Fachinformationen und Behördenberichte sind nicht als Beleg aufgeführt. Keine vollständige systematische Übersicht und keine menschliche fachliche Freigabe. Die Konfidenz beschreibt die Belastbarkeit der Einordnung, nicht eine individuelle Schadenswahrscheinlichkeit.

Quellen

Legende

Risikostufen
  • Synergie / Potenzierung
  • Niedriges Zusatzrisiko
  • Reduzierte Effekte
  • Vorsicht (mittleres Risiko)
  • Hohes Risiko
  • Gefährlich
  • Unbekannt / unzureichend untersucht
Marker
  • SerotonergWirkt stark auf den Serotoninhaushalt. Kombinationen koennen ein Serotonin-Syndrom ausloesen.
  • KardiovaskulaerBelastet Herz und Kreislauf. Erhoehte Risiken fuer Blutdruck, Herzrhythmus und Gefaesssystem.
  • Serotonerg + KardioDoppelbelastung: serotonerge und kardiovaskulaere Effekte verstaerken sich gegenseitig.
  • AtemdepressivDaempft die Atmung. Kombinationen mit anderen Atemdepressiva sind potenziell toedlich.
Diese Inhalte dienen Informationszwecken. Individuelle Reaktionen können variieren. Kein Ersatz für medizinische Beratung.