Interaktion Details
- Nicht oder kaum weckbar, auch nicht durch lautes Ansprechen. []
- Langsame, flache oder aussetzende Atmung, blaue Lippen. [,]
- Krampfanfall oder Muskelzuckungen. [,]
- Enge Pupillen bei Benommenheit. []
- Erbrechen bei eingetrübtem Bewusstsein. []
- Bei einem der Warnzeichen sofort 112 rufen. Alle Substanzen nennen, auch Medikamente und Alkohol. Reste und Verpackungen aufbewahren. []
- Nichts nachlegen, nichts zum Wachwerden oder Runterkommen geben. Keine Selbstbehandlung mit weiteren Substanzen. []
- Bei der Person bleiben und die Atmung regelmäßig prüfen, auch wenn sie scheinbar nur schläft. Einer benommenen Person nichts zu trinken geben. []
- Bewusstlos, aber normale Atmung: stabile Seitenlage, damit Erbrochenes abfließen kann. Keine normale Atmung: sofort Herzdruckmassage und den Anweisungen der Leitstelle folgen. [,]
- Ist ein Opioid beteiligt und Naloxon vorhanden: geben und trotzdem 112 rufen. Naloxon wirkt nur gegen die Opioid-Komponente, nicht gegen das Benzodiazepin. Die Wirkung kann kürzer sein als die des Opioids.
- Ärztlich verordnete Medikamente wie Opioide, Tramadol oder Benzodiazepine nicht eigenständig absetzen, sondern mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt besprechen.
Hauptgefahren sind Atemdepression und tiefe Bewusstlosigkeit mit Aspiration. [,]
Bei US-Veteranen mit Opioid-Verordnung war das Risiko eines Überdosis-Todes bei laufender Benzodiazepin-Verordnung etwa vierfach erhöht (Hazard Ratio 3,86). Die Studie betraf Opioide allgemein. []
In der WHO-Datenbank VigiBase waren Benzodiazepine und andere Opioide bei Meldungen zu Atemdepression unter Tramadol häufiger vertreten. Ein Fallbericht beschreibt einen Todesfall durch Tramadol und Benzodiazepine. [,]
Im Tierversuch verstärkte Diazepam die Atemdepression durch Tramadol. []
Evidenz-Einordnung: wahrscheinlich. Starke Kohortendaten für Opioide allgemein, für Tramadol Meldedaten, Einzelfälle und Tierdaten.
Redaktionelle, KI-gestützte Recherche vom 03.10.2026. Studien über PubMed-Metadaten geprüft. Nicht im Original geöffnete Fachinformationen und Behördenberichte sind nicht als Beleg aufgeführt. Keine vollständige systematische Übersicht und keine menschliche fachliche Freigabe. Die Konfidenz beschreibt die Belastbarkeit der Einordnung, nicht eine individuelle Schadenswahrscheinlichkeit.
- [1] Hassamal S et al. (2018): Tramadol, Krampfanfälle und Serotoninsyndrom. American Journal of Medicine. doi.org/10.1016/j.amjmed.2018.04.025
- [2] Ryan NM et al. (2015): Tramadol-Überdosis, Krampfanfälle und Atemdepression (71 Fälle). Clinical Toxicology. doi.org/10.3109/15563650.2015.1036279
- [3] Park TW et al. (2015): Benzodiazepine bei Opioid-Verordnung und Überdosis-Todesfälle, Fall-Kohorten-Studie. BMJ. doi.org/10.1136/bmj.h2698
- [4] Lagard C et al. (2016): Diazepam verstärkt die Atemdepression durch Tramadol (Ratte). Toxicology and Applied Pharmacology. doi.org/10.1016/j.taap.2016.09.013
- [5] Park S et al. (2024): Atemdepression unter Tramadol in der WHO-Datenbank VigiBase. Pharmaceuticals. doi.org/10.3390/ph17020205
- [6] Fallbericht (2025): Tödliche Vergiftung mit Tramadol und Benzodiazepinen. Legal Medicine. doi.org/10.1016/j.legalmed.2025.102619
- [7] Charité: Was tun bei Vergiftungen? Erste Hilfe und Giftnotruf. giftnotruf.charite.de/fuer_patienten/
- [8] Gioia S et al. (2017): Tödliche Vergiftungen mit Tramadol, meist zusammen mit anderen Substanzen. Am J Forensic Med Pathol. doi.org/10.1097/PAF.0000000000000338
- [9] Nakhaee S et al. (2020): Metaanalyse zu Krampfanfällen unter Tramadol (51 Studien). Critical Reviews in Toxicology. doi.org/10.1080/10408444.2019.1694861
- [10] IQWiG: Wie funktioniert die stabile Seitenlage? gesundheitsinformation.de/wie-funktioniert-die-stabile-seitenlage_34308.html
- [11] St John Ambulance: How to do CPR. sja.org.uk/first-aid-advice/cpr/
Legende
- Synergie / Potenzierung
- Niedriges Zusatzrisiko
- Reduzierte Effekte
- Vorsicht (mittleres Risiko)
- Hohes Risiko
- Gefährlich
- Unbekannt / unzureichend untersucht
- SerotonergWirkt stark auf den Serotoninhaushalt. Kombinationen koennen ein Serotonin-Syndrom ausloesen.
- KardiovaskulaerBelastet Herz und Kreislauf. Erhoehte Risiken fuer Blutdruck, Herzrhythmus und Gefaesssystem.
- Serotonerg + KardioDoppelbelastung: serotonerge und kardiovaskulaere Effekte verstaerken sich gegenseitig.
- AtemdepressivDaempft die Atmung. Kombinationen mit anderen Atemdepressiva sind potenziell toedlich.