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Interaktion Details

Amphetamines + Tramadol
Hohes Risiko
Evidenz: unzureichend
Tramadol und Amphetamin nicht kombinieren. Tramadol senkt die Krampfschwelle, Amphetamin belastet Herz und Kreislauf und kann selbst Krampfanfälle auslösen. [,]
Was passiert
Tramadol ist ein Opioid, das zusätzlich die Wiederaufnahme von Serotonin und Noradrenalin hemmt. Es kann Krampfanfälle auslösen, auch in normaler Dosis, und zusammen mit anderen serotonergen Stoffen ein Serotoninsyndrom. [,] Amphetamin setzt vor allem Noradrenalin und Dopamin frei. Zusammen steigen Krampfrisiko und Kreislaufbelastung; die dämpfende Opioidwirkung kann Warnzeichen verdecken.
Für wen relevant
Betrifft Menschen, die Tramadol verordnet bekommen oder nicht medizinisch nutzen. Verordnetes Tramadol nicht eigenständig absetzen, sondern ärztlich besprechen und dort alle anderen Substanzen offen nennen.
Warnzeichen
  • Krampfanfall, auch ein kurzer. []
  • Unwillkürliche Muskelzuckungen, besonders in den Beinen, oder zuckende Augenbewegungen. []
  • Zittern, starkes Schwitzen, Unruhe, Verwirrtheit. [,]
  • Muskelsteife und Fieber über 38 Grad. []
  • Sehr langsame Atmung, blaue Lippen oder nicht mehr weckbar. []
Die Zeichen müssen nicht alle gemeinsam auftreten, eines reicht für den Notruf. Ein Krampfanfall ist immer ein Notfall, auch wenn er kurz war.
Wenn es passiert
  • Bei Warnzeichen sofort 112 rufen und alle Substanzen nennen, auch Tramadol als Medikament. Verpackungen bereithalten. []
  • Nichts nachlegen, keine Selbstbehandlung mit weiteren Substanzen. []
  • Bei der Person bleiben, Anstrengung beenden, ruhige und kühle Umgebung schaffen, bei Überhitzung mit feuchten Tüchern kühlen.
  • Bewusstlos, aber normale Atmung: stabile Seitenlage. Keine normale Atmung: sofort Herzdruckmassage und den Anweisungen der Leitstelle folgen. [,]
  • Bei einem Krampfanfall vor Verletzungen schützen, nicht festhalten, nichts in den Mund stecken. []

Hauptgefahren sind Krampfanfälle, Herzrhythmusstörungen, Überhitzung und Serotonintoxizität. [,]

In einer Metaanalyse von 51 Studien traten Krampfanfälle bei 3 Prozent unter therapeutischer Tramadol-Dosis auf, bei 38 Prozent der Vergiftungen und 37 Prozent bei Missbrauch. []

Eine Vergiftung mit genau dieser Kombination wurde in der Recherche nicht gefunden.

Evidenz-Einordnung: unzureichend. Die Einstufung beruht auf dem Mechanismus.

Redaktionelle, KI-gestützte Recherche vom 03.10.2026. Studien über PubMed-Metadaten geprüft. Nicht im Original geöffnete Fachinformationen und Behördenberichte sind nicht als Beleg aufgeführt. Keine vollständige systematische Übersicht und keine menschliche fachliche Freigabe. Die Konfidenz beschreibt die Belastbarkeit der Einordnung, nicht eine individuelle Schadenswahrscheinlichkeit.

Quellen

Legende

Risikostufen
  • Synergie / Potenzierung
  • Niedriges Zusatzrisiko
  • Reduzierte Effekte
  • Vorsicht (mittleres Risiko)
  • Hohes Risiko
  • Gefährlich
  • Unbekannt / unzureichend untersucht
Marker
  • SerotonergWirkt stark auf den Serotoninhaushalt. Kombinationen koennen ein Serotonin-Syndrom ausloesen.
  • KardiovaskulaerBelastet Herz und Kreislauf. Erhoehte Risiken fuer Blutdruck, Herzrhythmus und Gefaesssystem.
  • Serotonerg + KardioDoppelbelastung: serotonerge und kardiovaskulaere Effekte verstaerken sich gegenseitig.
  • AtemdepressivDaempft die Atmung. Kombinationen mit anderen Atemdepressiva sind potenziell toedlich.
Diese Inhalte dienen Informationszwecken. Individuelle Reaktionen können variieren. Kein Ersatz für medizinische Beratung.