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Interaktion Details

Amphetamines + Opioids
Hohes RisikoKardiovaskulaerAtemdepressiv
Evidenz: wahrscheinlich
Opioide und Amphetamin nicht kombinieren. Das Stimulans verdeckt die Dämpfung, schützt aber nicht vor Atemstillstand. In den USA war 2017 bei rund der Hälfte der Todesfälle mit Psychostimulanzien wie Amphetamin ein Opioid beteiligt. []
Was passiert
Opioide dämpfen das Atemzentrum. [] Amphetamin setzt Dopamin und Noradrenalin frei und treibt Puls und Blutdruck hoch. Das Stimulans hebt die Atemdämpfung nicht auf, es verdeckt nur die Müdigkeit. Viele Menschen glauben fälschlich, ein Stimulans schütze vor einer Opioid-Überdosis. [] Stimulanzien wirken oft kürzer oder anders lang als das Opioid. Lässt das Stimulans nach, kann die Atemdämpfung voll durchschlagen.
Für wen relevant
Betrifft Menschen, die Opioide nehmen, auch in Substitution, und dazu Stimulanzien konsumieren. Illegale Opioide können stark wirksame Beimischungen enthalten. [] Ärztlich verordnete Medikamente wie Opioide, Tramadol oder Benzodiazepine nicht eigenständig absetzen, sondern mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt besprechen.
Warnzeichen
  • Nicht oder kaum weckbar, auch nicht durch lautes Ansprechen oder Schmerzreiz. []
  • Langsame, flache oder aussetzende Atmung, Röcheln, blaue Lippen. []
  • Sehr enge, stecknadelkopfgroße Pupillen bei Benommenheit. []
  • Brustschmerz, Herzrasen, starke Unruhe oder Krampfanfall. [,]
  • Überhitzung, heiße Haut, Verwirrtheit. []
Das Stimulans kann die Opioidwirkung zunächst überdecken. Lässt es nach, kann die Atmung später aussetzen, oft wenn niemand mehr hinschaut.
Wenn es passiert
  • Bei einem der Warnzeichen sofort 112 rufen. Alle Substanzen nennen, auch Medikamente und Alkohol. Reste und Verpackungen aufbewahren. []
  • Nichts nachlegen, nichts zum Wachwerden oder Runterkommen geben. Keine Selbstbehandlung mit weiteren Substanzen. []
  • Bei der Person bleiben und die Atmung regelmäßig prüfen, auch wenn sie scheinbar nur schläft. Einer benommenen Person nichts zu trinken geben. []
  • Bewusstlos, aber normale Atmung: stabile Seitenlage, damit Erbrochenes abfließen kann. Keine normale Atmung: sofort Herzdruckmassage und den Anweisungen der Leitstelle folgen. [,]
  • Ist ein Opioid beteiligt und Naloxon vorhanden: geben und trotzdem 112 rufen. Naloxon wirkt nur gegen die Opioid-Komponente, nicht gegen Amphetamin. Die Wirkung kann kürzer sein als die des Opioids.
  • Bei einem Krampfanfall vor Verletzungen schützen, nicht festhalten, nichts in den Mund stecken. []

Hauptgefahren sind Atemdepression bis zum Atemstillstand durch das Opioid, verdeckt durch das Stimulans, dazu Herz-Kreislauf-Belastung durch Amphetamin. [,]

In US-Daten von 2017 waren Opioide an 50,4 Prozent der Überdosis-Todesfälle mit Psychostimulanzien beteiligt. []

Menschen, die Stimulanzien und Opioide gemeinsam nutzten, berichteten häufiger nicht tödliche Überdosierungen als Menschen mit Opioiden allein. Die Studie betraf Methamphetamin, lässt sich aber auf Amphetamin übertragen. []

Evidenz-Einordnung: wahrscheinlich. Bevölkerungs- und Todesfalldaten zur Kombination, aber keine kontrollierten Studien.

Redaktionelle, KI-gestützte Recherche vom 03.10.2026. Studien über PubMed-Metadaten geprüft. Nicht im Original geöffnete Fachinformationen und Behördenberichte sind nicht als Beleg aufgeführt. Keine vollständige systematische Übersicht und keine menschliche fachliche Freigabe. Die Konfidenz beschreibt die Belastbarkeit der Einordnung, nicht eine individuelle Schadenswahrscheinlichkeit.

Quellen

Legende

Risikostufen
  • Synergie / Potenzierung
  • Niedriges Zusatzrisiko
  • Reduzierte Effekte
  • Vorsicht (mittleres Risiko)
  • Hohes Risiko
  • Gefährlich
  • Unbekannt / unzureichend untersucht
Marker
  • SerotonergWirkt stark auf den Serotoninhaushalt. Kombinationen koennen ein Serotonin-Syndrom ausloesen.
  • KardiovaskulaerBelastet Herz und Kreislauf. Erhoehte Risiken fuer Blutdruck, Herzrhythmus und Gefaesssystem.
  • Serotonerg + KardioDoppelbelastung: serotonerge und kardiovaskulaere Effekte verstaerken sich gegenseitig.
  • AtemdepressivDaempft die Atmung. Kombinationen mit anderen Atemdepressiva sind potenziell toedlich.
Diese Inhalte dienen Informationszwecken. Individuelle Reaktionen können variieren. Kein Ersatz für medizinische Beratung.