Interaktion Details
- Unwillkürliche Muskelzuckungen oder Zittern, besonders in den Beinen, oder zuckende Augenbewegungen. []
- Muskelsteife zusammen mit Fieber über 38 Grad. [,]
- Starkes Schwitzen, Herzrasen, schwankender Blutdruck. []
- Verwirrtheit, starke Unruhe oder Angst, die nicht nachlässt. []
- Durchfall, Übelkeit, weite Pupillen. []
- Krampfanfall oder Bewusstlosigkeit. []
- Brustschmerz, Herzrasen oder heftige Kopfschmerzen. []
- Bei einem der Warnzeichen sofort 112 rufen. Alle eingenommenen Stoffe nennen, auch rezeptfreie Hustenmittel und verordnete Antidepressiva. Packungen und Reste bereithalten. []
- Nichts nachlegen, auch nichts zum Runterkommen, und keine Selbstbehandlung mit weiteren Mitteln. Bei Unsicherheit den Giftnotruf anrufen und dessen Anweisungen folgen. []
- Bei der Person bleiben, jede Anstrengung beenden, für eine ruhige und kühle Umgebung sorgen, enge Kleidung lockern, mit feuchten Tüchern kühlen. Einer benommenen Person nichts zu trinken geben. []
- Bewusstlos, aber normale Atmung: stabile Seitenlage. Keine normale Atmung: sofort Herzdruckmassage und den Anweisungen der Leitstelle folgen. [,]
- Bei einem Krampfanfall vor Verletzungen schützen, nicht festhalten, nichts in den Mund stecken. []
- Bei Erbrechen im benommenen Zustand auf freie Atemwege achten und in die stabile Seitenlage bringen. []
Mögliche Folgen sind Überhitzung, Herzrhythmusstörungen, Krampfanfälle, Serotonintoxizität, Muskelzerfall und Unfälle durch Verwirrtheit. [,]
Mit verschreibungspflichtigen Amphetaminen und einem SSRI sind Serotoninsyndrome dokumentiert, in einem Fall mit Muskelzerfall und Kompartmentsyndrom. Das zeigt den Mechanismus, ist aber kein Beleg für dieses Paar. [,,]
In 92 Giftzentrumsfällen mit dextromethorphanhaltigen Kombitabletten waren Tachykardie, Bluthochdruck, Benommenheit, weite Pupillen und Unruhe die häufigsten Befunde, zwei Drittel hatten eine veränderte Bewusstseinslage. []
Eine Vergiftung mit DXM und Amphetamin zusammen wurde in der Recherche nicht gefunden.
Evidenz-Einordnung: unzureichend für das Paar. Die Einstufung beruht auf dem Mechanismus und der Einzeltoxizität beider Stoffe.
Redaktionelle, KI-gestützte Recherche vom 03.10.2026. Studien über PubMed-Metadaten geprüft. Nicht im Original geöffnete Fachinformationen und Behördenberichte sind nicht als Beleg aufgeführt. Keine vollständige systematische Übersicht und keine menschliche fachliche Freigabe. Die Konfidenz beschreibt die Belastbarkeit der Einordnung, nicht eine individuelle Schadenswahrscheinlichkeit.
- [1] Chyka PA et al. (2007): Konsensus-Leitlinie zu Dextromethorphan-Vergiftungen. Clinical Toxicology. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/17849242/
- [2] Baldo BA (2018): Übersicht zu Serotonintoxizität durch Opioide, mit Hemmung des Serotonintransporters durch Dextromethorphan. Archives of Toxicology. doi.org/10.1007/s00204-018-2244-6
- [3] Banerji S, Anderson IB (2001): 92 Giftzentrumsfälle mit dextromethorphanhaltigen Kombitabletten, häufig Tachykardie, Bluthochdruck und veränderte Bewusstseinslage. American Journal of Health-System Pharmacy. doi.org/10.1093/ajhp/58.19.1811
- [4] Bryner JK et al. (2006): Zunahme von Dextromethorphan-Missbrauchsfällen bei Jugendlichen in Giftzentrumsdaten. Archives of Pediatrics and Adolescent Medicine. doi.org/10.1001/archpedi.160.12.1217
- [5] Yin S et al. (2011): 652 Fälle absichtlicher Einnahme dextromethorphanhaltiger Kombipräparate bei Jugendlichen, 28,6 Prozent kamen auf eine Intensivstation. American Journal of Drug and Alcohol Abuse. doi.org/10.3109/00952990.2011.600382
- [6] Asser A, Taba P (2015): Übersicht zu Psychostimulanzien, mit Unruhe, Überhitzung und Kreislaufstörungen in Notaufnahmen. Frontiers in Neurology. doi.org/10.3389/fneur.2015.00075
- [7] Fallbericht (2017): Schweres Serotoninsyndrom unter Paroxetin und einem Amphetamin-Präparat mit Muskelzerfall und beidseitigem Kompartmentsyndrom. BMJ Case Reports. doi.org/10.1136/bcr-2016-218842
- [8] Pande CK et al. (2019): 14-Jähriger mit Serotoninsyndrom unter Fluoxetin und Lisdexamfetamin. Pediatrics in Review. doi.org/10.1542/pir.2017-0221
- [9] Lopez BM et al. (2025): Schwer behandelbares Serotoninsyndrom bei Fluoxetin, einem Amphetamin-Präparat und weiteren serotonergen Medikamenten. Cureus. doi.org/10.7759/cureus.79314
- [10] Boyer EW, Shannon M (2005): Das Serotoninsyndrom. New England Journal of Medicine. doi.org/10.1056/NEJMra041867
- [11] Dunkley EJ et al. (2003): Hunter-Kriterien für Serotonintoxizität. QJM. doi.org/10.1093/qjmed/hcg109
- [12] Charité: Was tun bei Vergiftungen? Erste Hilfe und Giftnotruf. giftnotruf.charite.de/fuer_patienten/
- [13] IQWiG: Wie funktioniert die stabile Seitenlage? gesundheitsinformation.de/wie-funktioniert-die-stabile-seitenlage_34308.html
- [14] St John Ambulance: How to do CPR. sja.org.uk/first-aid-advice/cpr/
- [15] IQWiG: Was tun, wenn jemand einen epileptischen Anfall hat? gesundheitsinformation.de/was-tun-wenn-jemand-einen-epileptischen-anfall-hat.html
Legende
- Synergie / Potenzierung
- Niedriges Zusatzrisiko
- Reduzierte Effekte
- Vorsicht (mittleres Risiko)
- Hohes Risiko
- Gefährlich
- Unbekannt / unzureichend untersucht
- SerotonergWirkt stark auf den Serotoninhaushalt. Kombinationen koennen ein Serotonin-Syndrom ausloesen.
- KardiovaskulaerBelastet Herz und Kreislauf. Erhoehte Risiken fuer Blutdruck, Herzrhythmus und Gefaesssystem.
- Serotonerg + KardioDoppelbelastung: serotonerge und kardiovaskulaere Effekte verstaerken sich gegenseitig.
- AtemdepressivDaempft die Atmung. Kombinationen mit anderen Atemdepressiva sind potenziell toedlich.