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Interaktion Details

Alcohol + α-PVP
Hohes Risiko
Evidenz: unzureichend
α-PVP und Alkohol nicht kombinieren. Für genau dieses Paar gibt es keine Studien. α-PVP verursacht schon allein schwere Vergiftungen mit Herzrasen, Erregung und Delir, Alkohol fand sich in Vergiftungsfällen häufig zusätzlich. [,]
Was passiert
α-PVP blockiert sehr stark die Wiederaufnahme von Dopamin und Noradrenalin. [] Typisch sind lang anhaltende Erregung, Schlaflosigkeit, Unruhe und Psychose. [,] Für Cathinone mit Alkohol beschreibt eine Übersicht eine Entkopplung von gefühlter und tatsächlicher Wirkung, die zu mehr Konsum und höherem Vergiftungsrisiko führen kann. [] Wie sich beide gegenseitig im Körper beeinflussen, ist für α-PVP nicht untersucht.
Für wen relevant
Betrifft alle, die α-PVP oder ähnliche Pyrovaleron-Cathinone nehmen, oft ohne genau zu wissen, was sie gekauft haben. α-PVP wird häufig mehrfach nachgelegt. [,]
Warnzeichen
  • Herzrasen, Brustschmerz oder sehr hoher Blutdruck. []
  • Starke Unruhe, Halluzinationen, Wahnvorstellungen oder Verwirrtheit. []
  • Sehr hohe Körpertemperatur, heiße Haut.
  • Krampfanfall.
  • Person ist kaum noch weckbar oder atmet unregelmäßig.
Die Zeichen müssen nicht alle gemeinsam auftreten, eines reicht für den Notruf. Bei extremer Erregung mit Hitze nicht abwarten: Das kann sich schnell zu einem lebensbedrohlichen Delir entwickeln.
Wenn es passiert
  • Bei Brustschmerz, Atemnot, Krampfanfall, starker Verwirrtheit oder wenn die Person kaum noch weckbar ist, sofort 112 rufen. Alle Substanzen ehrlich nennen. Bei Unsicherheit berät der Giftnotruf. []
  • Nichts nachlegen, weder Alkohol noch das Stimulans. Keine Selbstbehandlung mit weiteren Substanzen, auch nichts zum Runterkommen. []
  • Bei der Person bleiben, ruhig ansprechen, reizarme und kühle Umgebung schaffen. Nicht festhalten, außer bei unmittelbarer Gefahr.
  • Bewusstlos, aber normale Atmung: stabile Seitenlage, damit Erbrochenes abfließen kann. Keine normale Atmung: sofort Herzdruckmassage und den Anweisungen der Leitstelle folgen. [,]
  • Bei einem Krampfanfall vor Verletzungen schützen, nicht festhalten, nichts in den Mund stecken. []

Mögliche Folgen sind sympathomimetische Vergiftung mit Herzrasen, Bluthochdruck, Delir, Überhitzung und Krampfanfällen, dazu eine durch das Stimulans überdeckte Alkoholvergiftung. [,,]

In 42 analytisch bestätigten α-PVP-Vergiftungen in Schweden hatten 80 Prozent Herzrasen, 70 Prozent Unruhe, 33 Prozent Bluthochdruck, 18 Prozent ein Delir. 7 Verläufe waren schwer, 2 tödlich. In zwei Dritteln waren weitere Stoffe nachweisbar, darunter Alkohol. []

Eine Studie oder Fallserie speziell zu α-PVP mit Alkohol wurde in der Recherche nicht gefunden. Eine Übersicht zu Cathinonen beschreibt bei Mischkonsum mit Alkohol eine Entkopplung von gefühlter und tatsächlicher Wirkung. []

Evidenz-Einordnung: unzureichend für das Paar. Die Einstufung beruht auf der Einzeltoxizität von α-PVP und der Analogie zu anderen Stimulanzien mit Alkohol.

Redaktionelle, KI-gestützte Recherche vom 03.10.2026. Studien über PubMed-Metadaten geprüft. Nicht im Original geöffnete Fachinformationen und Behördenberichte sind nicht als Beleg aufgeführt. Keine vollständige systematische Übersicht und keine menschliche fachliche Freigabe. Die Konfidenz beschreibt die Belastbarkeit der Einordnung, nicht eine individuelle Schadenswahrscheinlichkeit.

Quellen

Legende

Risikostufen
  • Synergie / Potenzierung
  • Niedriges Zusatzrisiko
  • Reduzierte Effekte
  • Vorsicht (mittleres Risiko)
  • Hohes Risiko
  • Gefährlich
  • Unbekannt / unzureichend untersucht
Marker
  • SerotonergWirkt stark auf den Serotoninhaushalt. Kombinationen koennen ein Serotonin-Syndrom ausloesen.
  • KardiovaskulaerBelastet Herz und Kreislauf. Erhoehte Risiken fuer Blutdruck, Herzrhythmus und Gefaesssystem.
  • Serotonerg + KardioDoppelbelastung: serotonerge und kardiovaskulaere Effekte verstaerken sich gegenseitig.
  • AtemdepressivDaempft die Atmung. Kombinationen mit anderen Atemdepressiva sind potenziell toedlich.
Diese Inhalte dienen Informationszwecken. Individuelle Reaktionen können variieren. Kein Ersatz für medizinische Beratung.