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Interaktion Details

Alcohol + Ayahuasca
Hohes Risiko
Evidenz: unzureichend
Ayahuasca und Alkohol nicht kombinieren. Zu diesem Paar gibt es keine Studien. Beide Stoffe lösen Übelkeit und Erbrechen aus, Alkohol macht zusätzlich benommen, dann steigt das Risiko, Erbrochenes einzuatmen. [,] Dazu kommt, dass manche Getränke, vor allem Fassbier, viel Tyramin enthalten, das unter MAO-Hemmern Blutdruckkrisen auslösen kann. [,]
Was passiert
Ayahuasca enthält DMT und Harmala-Alkaloide, die das Enzym MAO-A reversibel hemmen. [] In einer Befragung von 10.836 Menschen berichteten 69,9 Prozent akute körperliche Nebenwirkungen, vor allem Erbrechen. [] Alkohol dämpft das Nervensystem, trübt Bewusstsein und Koordination und löst bei höherer Menge selbst Übelkeit und Erbrechen aus. [] Zusammen ist abzuleiten (nicht belegt), dass Erbrechen und Benommenheit zusammentreffen. Zu Tyramin: Unter klassischen MAO-Hemmern ist eine Blutdruckkrise nach Fassbier beschrieben. [] Harmala-Alkaloide hemmen MAO-A schwächer und nur vorübergehend. [] Ob tyraminreiche Getränke bei Ayahuasca Blutdruckkrisen auslösen, ist in der Recherche nicht belegt.
Für wen relevant
Betrifft Menschen, die vor, während oder nach einer Ayahuasca-Sitzung trinken, auch zum Runterkommen. Nicht allein konsumieren, nichts nachlegen und nicht Auto fahren. Die klarste Botschaft ist, in diesem Zeitraum auf Alkohol zu verzichten.
Warnzeichen
  • Erbrechen bei Benommenheit oder wenn die Person sich nicht aufrichten kann. [,]
  • Kaum weckbar, langsame oder röchelnde Atmung, blaue Lippen. []
  • Plötzlicher sehr starker Kopfschmerz, Herzklopfen, Schwitzen oder sehr hoher Blutdruck, vor allem nach tyraminreichen Getränken. [,]
  • Anhaltendes Erbrechen, starker Durst, Schwindel oder Schwäche. []
Ein starker Kopfschmerz mit Herzklopfen kann ein Zeichen für eine Blutdruckkrise sein und braucht den Notruf. Eine kaum weckbare Person nicht ausschlafen lassen.
Wenn es passiert
  • Bei Warnzeichen sofort 112 rufen. Alle Substanzen nennen, auch Ayahuasca und Medikamente. Reste und Verpackungen aufbewahren. []
  • Bewusstlos, aber normale Atmung: stabile Seitenlage, damit Erbrochenes abfließen kann. Keine normale Atmung: sofort Herzdruckmassage und den Anweisungen der Leitstelle folgen. [,]
  • Bei der Person bleiben, Atmung regelmäßig prüfen, nicht allein lassen. Einer benommenen Person nichts zu trinken oder einzunehmen geben. []
  • Nichts nachlegen und keinen Alkohol zum Runterkommen trinken. []
  • Bei Krampfanfall: Verletzungen vermeiden, nicht festhalten, nichts in den Mund legen, 112. []

Hauptgefahren sind Aspiration bei Erbrechen und Benommenheit und, bei tyraminreichen Getränken, Blutdruckkrisen. [,,]

Im Global Ayahuasca Survey (10.836 Personen) hatten 69,9 Prozent akute körperliche Nebenwirkungen, vor allem Erbrechen. []

Tailor und Kollegen beschrieben eine Blutdruckkrise unter Phenelzin nach Fassbier. In 98 untersuchten Bierproben hatten alle Flaschen- und Dosenbiere einen unbedenklichen Tyramingehalt, 4 Fassbiere einen gefährlich hohen. Auch zu alkoholfreiem Bier ist ein Fall unter MAO-Hemmer beschrieben. [,]

Neuere Übersichten zeigen, dass der Tyramingehalt der meisten heutigen Getränke stark gesunken ist und die Empfindlichkeit zwischen Personen stark schwankt. [,] Diese Daten betreffen klassische, irreversible MAO-Hemmer und nicht Harmala-Alkaloide, die MAO-A reversibel hemmen. []

Zu Ayahuasca zusammen mit Alkohol wurden in der Recherche keine Fallberichte gefunden.

Evidenz-Einordnung: unzureichend. Keine Paardaten. Die Stufe unsicher beruht auf der Kombination aus häufigem Erbrechen und alkoholbedingter Benommenheit, die Tyramin-Frage ist für Ayahuasca nicht belegt.

Redaktionelle, KI-gestützte Recherche vom 03.10.2026. Studien über PubMed-Metadaten geprüft. Nicht im Original geöffnete Fachinformationen und Behördenberichte sind nicht als Beleg aufgeführt. Keine vollständige systematische Übersicht und keine menschliche fachliche Freigabe. Die Konfidenz beschreibt die Belastbarkeit der Einordnung, nicht eine individuelle Schadenswahrscheinlichkeit.

Quellen

Legende

Risikostufen
  • Synergie / Potenzierung
  • Niedriges Zusatzrisiko
  • Reduzierte Effekte
  • Vorsicht (mittleres Risiko)
  • Hohes Risiko
  • Gefährlich
  • Unbekannt / unzureichend untersucht
Marker
  • SerotonergWirkt stark auf den Serotoninhaushalt. Kombinationen koennen ein Serotonin-Syndrom ausloesen.
  • KardiovaskulaerBelastet Herz und Kreislauf. Erhoehte Risiken fuer Blutdruck, Herzrhythmus und Gefaesssystem.
  • Serotonerg + KardioDoppelbelastung: serotonerge und kardiovaskulaere Effekte verstaerken sich gegenseitig.
  • AtemdepressivDaempft die Atmung. Kombinationen mit anderen Atemdepressiva sind potenziell toedlich.
Diese Inhalte dienen Informationszwecken. Individuelle Reaktionen können variieren. Kein Ersatz für medizinische Beratung.