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Interaktion Details

5-MeO-xxT + MXE
Hohes RisikoSerotonerg
Evidenz: unzureichend
Methoxetamin (MXE) und 5-MeO-Tryptamine nicht kombinieren. Beide greifen in das Serotoninsystem ein, die Tryptamine über Serotoninrezeptoren, Methoxetamin über den Serotonintransporter. [,] Daten zum Paar gibt es nicht.
Was passiert
Methoxetamin ist ein Ketamin-Abkömmling. Es blockiert NMDA-Rezeptoren und bindet zugleich mit hoher Affinität am Serotonintransporter, im Tierversuch veränderte es die Serotoninspiegel im Gehirn. [,,] Analytisch bestätigte Vergiftungen verliefen mit Dissoziation zusammen mit Herzrasen und Bluthochdruck. [] 5-MeO-Tryptamine wie 5-MeO-DiPT, 5-MeO-DALT oder 5-MeO-DMT sind Agonisten an Serotoninrezeptoren; dokumentierte Vergiftungen verliefen mit starker Unruhe, Delir, Bluthochdruck, Herzrasen und weiten Pupillen. [,,] Zusammen sind eine Serotonintoxizität und eine starke Kreislaufbelastung möglich. Beide Substanzgruppen führen außerdem zu Verwirrtheit, dadurch wird Selbsthilfe unwahrscheinlicher.
Für wen relevant
Betrifft alle, die Methoxetamin oder ähnliche Dissoziativa nutzen. Die starke Dissoziation macht es schwer, eigene Warnzeichen zu bemerken oder Hilfe zu holen. [,] 5-MeO-Tryptamine tauchen in wechselnder Zusammensetzung auf und werden von Routine-Drogentests nicht erfasst. []
Warnzeichen
  • Unwillkürliche Muskelzuckungen oder Zittern, besonders in den Beinen, oder zuckende Augenbewegungen. []
  • Muskelsteife zusammen mit Fieber über 38 Grad. [,]
  • Starkes Schwitzen, Herzrasen, schwankender Blutdruck. []
  • Verwirrtheit, starke Unruhe oder Angst, die nicht nachlässt. []
  • Durchfall, Übelkeit, weite Pupillen. []
  • Krampfanfall oder Bewusstlosigkeit. []
  • Starke Benommenheit, Nichtansprechbarkeit oder Erbrechen im benommenen Zustand. []
Die Zeichen müssen nicht alle gemeinsam auftreten. Muskelzucken oder Klonus zusammen mit Fieber ist das wichtigste Alarmsignal und reicht allein für den Notruf. Eine Serotonintoxizität kann sich innerhalb von Stunden verschlechtern. [,]
Wenn es passiert
  • Bei einem der Warnzeichen sofort 112 rufen. Alle eingenommenen Stoffe nennen, auch rezeptfreie Hustenmittel und verordnete Antidepressiva. Packungen und Reste bereithalten. []
  • Nichts nachlegen, auch nichts zum Runterkommen, und keine Selbstbehandlung mit weiteren Mitteln. Bei Unsicherheit den Giftnotruf anrufen und dessen Anweisungen folgen. []
  • Bei der Person bleiben, jede Anstrengung beenden, für eine ruhige und kühle Umgebung sorgen, enge Kleidung lockern, mit feuchten Tüchern kühlen. Einer benommenen Person nichts zu trinken geben. []
  • Bewusstlos, aber normale Atmung: stabile Seitenlage. Keine normale Atmung: sofort Herzdruckmassage und den Anweisungen der Leitstelle folgen. [,]
  • Bei einem Krampfanfall vor Verletzungen schützen, nicht festhalten, nichts in den Mund stecken. []
  • Eine benommene oder dissoziierte Person nicht allein lassen und auf die Atmung achten. Vorbeugen lässt sich hier nur durch Verzicht auf die Kombination. []

Mögliche Folgen sind Serotonintoxizität, Erregungszustände bis zum Delir, Bluthochdruck, Herzrasen, Krampfanfälle und Unfälle durch Dissoziation. [,,]

Die Einzeltoxizität ist dokumentiert: 41 Giftzentrumsfälle mit 5-MeO-DiPT, davon 26 mit mittelschweren oder schweren Effekten, ein Delir nach 5-MeO-DALT sowie Kreislauf- und Atemveränderungen bei 5-MeO-MiPT. [,,] Analytisch bestätigte Methoxetamin-Vergiftungen verliefen mit Herzrasen und Bluthochdruck. []

Ein Todesfall mit gemeinsamem Nachweis eines 5-MeO-Tryptamins und zweier Ketamin-Abkömmlinge bei Mischkonsum ist beschrieben, allerdings mit weiteren Substanzen; welcher Stoff welchen Anteil hatte, lässt sich daraus nicht ableiten. []

Evidenz-Einordnung: unzureichend. Die Einstufung beruht auf dem Mechanismus, der Einzeltoxizität und einem Mischkonsum-Todesfall mit verwandten Stoffen.

Redaktionelle, KI-gestützte Recherche vom 03.10.2026. Studien über PubMed-Metadaten geprüft. Nicht im Original geöffnete Fachinformationen und Behördenberichte sind nicht als Beleg aufgeführt. Keine vollständige systematische Übersicht und keine menschliche fachliche Freigabe. Die Konfidenz beschreibt die Belastbarkeit der Einordnung, nicht eine individuelle Schadenswahrscheinlichkeit.

Quellen

Legende

Risikostufen
  • Synergie / Potenzierung
  • Niedriges Zusatzrisiko
  • Reduzierte Effekte
  • Vorsicht (mittleres Risiko)
  • Hohes Risiko
  • Gefährlich
  • Unbekannt / unzureichend untersucht
Marker
  • SerotonergWirkt stark auf den Serotoninhaushalt. Kombinationen koennen ein Serotonin-Syndrom ausloesen.
  • KardiovaskulaerBelastet Herz und Kreislauf. Erhoehte Risiken fuer Blutdruck, Herzrhythmus und Gefaesssystem.
  • Serotonerg + KardioDoppelbelastung: serotonerge und kardiovaskulaere Effekte verstaerken sich gegenseitig.
  • AtemdepressivDaempft die Atmung. Kombinationen mit anderen Atemdepressiva sind potenziell toedlich.
Diese Inhalte dienen Informationszwecken. Individuelle Reaktionen können variieren. Kein Ersatz für medizinische Beratung.