Interaktion Details
- Person ist nicht mehr weckbar oder reagiert kaum. []
- Schnarchende, sehr langsame oder aussetzende Atmung. []
- Erbrechen bei eingeschränktem Bewusstsein. []
- Herzrasen, Brustschmerz oder starke Unruhe. []
- Krampfanfall.
- Wenn die Person nicht mehr weckbar ist, schnarchend oder sehr langsam atmet oder einen Krampfanfall hat, sofort 112 rufen. Alle Substanzen nennen, ausdrücklich auch GHB oder GBL. []
- Bewusstlos, aber normale Atmung: stabile Seitenlage, Atmung laufend kontrollieren. Erbrechen ist häufig, die Seitenlage schützt vor dem Ersticken. Keine normale Atmung: sofort Herzdruckmassage. [,,]
- Nicht allein lassen, auch wenn es aussieht, als würde die Person nur schlafen. Eine tiefe GHB-Bewusstlosigkeit kann mit gefährlich flacher Atmung einhergehen. []
- Nicht versuchen, die Person mit Stimulanzien wachzubekommen, und nichts nachlegen. In einer Fallserie dauerte die Bewusstlosigkeit mit Kokain oder MDMA sogar länger. []
- Bei einem Krampfanfall vor Verletzungen schützen, nicht festhalten, nichts in den Mund stecken. []
Hauptgefahren sind tiefe Bewusstlosigkeit mit Atemdepression durch GHB, überdeckt durch 3-MMC, wiederholtes Nachlegen beider Stoffe und Kreislaufbelastung. [,,]
Drevin et al. beschreiben einen Mann mit schwerer Bewusstseinsstörung beim Slamsex, bei dem 3-MMC und GHB im Blut nachgewiesen wurden. In ihrer Literaturübersicht fanden sie 13 Chemsex-Vergiftungen, davon 6 tödlich, meist mit dem Cathinon 4-MEC und GHB. []
In einer Notaufnahme in Barcelona waren bei 115 Chemsex-Vergiftungen Methamphetamin (65 Prozent) und GHB (59 Prozent) die häufigsten Stoffe, 10 Prozent verliefen schwer mit Bewusstseins- oder Atemstörung. []
Evidenz-Einordnung: wahrscheinlich. Ein Fallbericht mit gemeinsamem Nachweis, Chemsex-Fallserien mit Cathinon und GHB und ein klarer Mechanismus. Kontrollierte Daten fehlen.
Redaktionelle, KI-gestützte Recherche vom 03.10.2026. Studien über PubMed-Metadaten geprüft. Nicht im Original geöffnete Fachinformationen und Behördenberichte sind nicht als Beleg aufgeführt. Keine vollständige systematische Übersicht und keine menschliche fachliche Freigabe. Die Konfidenz beschreibt die Belastbarkeit der Einordnung, nicht eine individuelle Schadenswahrscheinlichkeit.
- [1] Felmlee MA et al. (2021): Übersicht zu Pharmakologie und Toxikologie von GHB. AAPS Journal. doi.org/10.1208/s12248-020-00543-z
- [2] van Amsterdam J et al. (2025): Systematische Übersicht zu 2-MMC und 3-MMC in den Niederlanden. International Journal of Drug Policy. doi.org/10.1016/j.drugpo.2025.104971
- [3] Liechti ME et al. (2005): 65 GHB- und GBL-Vergiftungen in einer Notaufnahme, Einfluss von Mischkonsum. Drug and Alcohol Dependence. doi.org/10.1016/j.drugalcdep.2005.07.010
- [4] Drevin G et al. (2021): Vergiftung mit 3-MMC und GHB beim Chemsex, mit Literaturübersicht. Forensic Science International. doi.org/10.1016/j.forsciint.2021.110743
- [5] Kelečević et al. (2024): Übersicht zu Pharmakologie und Vergiftungen mit 3-MMC. Medicina (Kaunas). doi.org/10.3390/medicina60030466
- [6] Nugteren-van Lonkhuyzen JJ et al. (2022): 3-MMC-Vergiftungen beim niederländischen Giftinformationszentrum 2013 bis 2021. Annals of Emergency Medicine. doi.org/10.1016/j.annemergmed.2022.04.022
- [7] Vallecillo G et al. (2022): 115 Chemsex-Vergiftungen in einer Notaufnahme in Barcelona. BMC Public Health. doi.org/10.1186/s12889-022-12763-3
- [8] Charité: Was tun bei Vergiftungen? Erste Hilfe und Giftnotruf. giftnotruf.charite.de/fuer_patienten/
- [9] IQWiG: Wie funktioniert die stabile Seitenlage? gesundheitsinformation.de/wie-funktioniert-die-stabile-seitenlage_34308.html
- [10] St John Ambulance: How to do CPR. sja.org.uk/first-aid-advice/cpr/
- [11] IQWiG: Was tun, wenn jemand einen epileptischen Anfall hat? gesundheitsinformation.de/was-tun-wenn-jemand-einen-epileptischen-anfall-hat.html
Legende
- Synergie / Potenzierung
- Niedriges Zusatzrisiko
- Reduzierte Effekte
- Vorsicht (mittleres Risiko)
- Hohes Risiko
- Gefährlich
- Unbekannt / unzureichend untersucht
- SerotonergWirkt stark auf den Serotoninhaushalt. Kombinationen koennen ein Serotonin-Syndrom ausloesen.
- KardiovaskulaerBelastet Herz und Kreislauf. Erhoehte Risiken fuer Blutdruck, Herzrhythmus und Gefaesssystem.
- Serotonerg + KardioDoppelbelastung: serotonerge und kardiovaskulaere Effekte verstaerken sich gegenseitig.
- AtemdepressivDaempft die Atmung. Kombinationen mit anderen Atemdepressiva sind potenziell toedlich.