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Interaktion Details

3-MMC + GHB/GBL
Hohes Risiko
Evidenz: wahrscheinlich
3-MMC und GHB/GBL nicht kombinieren. Die Mischung ist beim Chemsex verbreitet, eine schwere Vergiftung mit beiden Stoffen im Blut ist beschrieben. 3-MMC überdeckt die GHB-Wirkung und verleitet zum Nachlegen. [,]
Was passiert
GHB wirkt dämpfend und hat eine sehr steile Dosis-Wirkungs-Kurve. Schon kleine Mehrmengen können zu tiefer Bewusstlosigkeit und flacher Atmung führen. [] 3-MMC wirkt kurz und wird oft nachgelegt. [] Die Wachheit durch 3-MMC kann eine tiefe GHB-Wirkung verdecken. Lässt 3-MMC nach, kann die volle GHB-Wirkung durchschlagen. Bei GHB-Vergiftungen mit Stimulanzien dauerte die Bewusstlosigkeit in einer Fallserie länger. []
Für wen relevant
Betrifft vor allem Menschen, die beim Chemsex Substanzen kombinieren, oft über viele Stunden und mit mehreren Partnern. Wer zusätzlich HIV-Medikamente nimmt, sollte Wechselwirkungen ärztlich besprechen und die Medikamente nicht eigenständig absetzen. []
Warnzeichen
  • Person ist nicht mehr weckbar oder reagiert kaum. []
  • Schnarchende, sehr langsame oder aussetzende Atmung. []
  • Erbrechen bei eingeschränktem Bewusstsein. []
  • Herzrasen, Brustschmerz oder starke Unruhe. []
  • Krampfanfall.
Die Zeichen müssen nicht alle gemeinsam auftreten, eines reicht für den Notruf. Das Stimulans lässt GHB schwächer wirken, als es ist. Lässt das Stimulans nach, kann die Person plötzlich tief wegdämmern.
Wenn es passiert
  • Wenn die Person nicht mehr weckbar ist, schnarchend oder sehr langsam atmet oder einen Krampfanfall hat, sofort 112 rufen. Alle Substanzen nennen, ausdrücklich auch GHB oder GBL. []
  • Bewusstlos, aber normale Atmung: stabile Seitenlage, Atmung laufend kontrollieren. Erbrechen ist häufig, die Seitenlage schützt vor dem Ersticken. Keine normale Atmung: sofort Herzdruckmassage. [,,]
  • Nicht allein lassen, auch wenn es aussieht, als würde die Person nur schlafen. Eine tiefe GHB-Bewusstlosigkeit kann mit gefährlich flacher Atmung einhergehen. []
  • Nicht versuchen, die Person mit Stimulanzien wachzubekommen, und nichts nachlegen. In einer Fallserie dauerte die Bewusstlosigkeit mit Kokain oder MDMA sogar länger. []
  • Bei einem Krampfanfall vor Verletzungen schützen, nicht festhalten, nichts in den Mund stecken. []

Hauptgefahren sind tiefe Bewusstlosigkeit mit Atemdepression durch GHB, überdeckt durch 3-MMC, wiederholtes Nachlegen beider Stoffe und Kreislaufbelastung. [,,]

Drevin et al. beschreiben einen Mann mit schwerer Bewusstseinsstörung beim Slamsex, bei dem 3-MMC und GHB im Blut nachgewiesen wurden. In ihrer Literaturübersicht fanden sie 13 Chemsex-Vergiftungen, davon 6 tödlich, meist mit dem Cathinon 4-MEC und GHB. []

In einer Notaufnahme in Barcelona waren bei 115 Chemsex-Vergiftungen Methamphetamin (65 Prozent) und GHB (59 Prozent) die häufigsten Stoffe, 10 Prozent verliefen schwer mit Bewusstseins- oder Atemstörung. []

Evidenz-Einordnung: wahrscheinlich. Ein Fallbericht mit gemeinsamem Nachweis, Chemsex-Fallserien mit Cathinon und GHB und ein klarer Mechanismus. Kontrollierte Daten fehlen.

Redaktionelle, KI-gestützte Recherche vom 03.10.2026. Studien über PubMed-Metadaten geprüft. Nicht im Original geöffnete Fachinformationen und Behördenberichte sind nicht als Beleg aufgeführt. Keine vollständige systematische Übersicht und keine menschliche fachliche Freigabe. Die Konfidenz beschreibt die Belastbarkeit der Einordnung, nicht eine individuelle Schadenswahrscheinlichkeit.

Quellen

Legende

Risikostufen
  • Synergie / Potenzierung
  • Niedriges Zusatzrisiko
  • Reduzierte Effekte
  • Vorsicht (mittleres Risiko)
  • Hohes Risiko
  • Gefährlich
  • Unbekannt / unzureichend untersucht
Marker
  • SerotonergWirkt stark auf den Serotoninhaushalt. Kombinationen koennen ein Serotonin-Syndrom ausloesen.
  • KardiovaskulaerBelastet Herz und Kreislauf. Erhoehte Risiken fuer Blutdruck, Herzrhythmus und Gefaesssystem.
  • Serotonerg + KardioDoppelbelastung: serotonerge und kardiovaskulaere Effekte verstaerken sich gegenseitig.
  • AtemdepressivDaempft die Atmung. Kombinationen mit anderen Atemdepressiva sind potenziell toedlich.
Diese Inhalte dienen Informationszwecken. Individuelle Reaktionen können variieren. Kein Ersatz für medizinische Beratung.