Interaktion Details
- Unwillkürliche Muskelzuckungen, besonders in den Beinen, oder zuckende Augenbewegungen. []
- Zittern, starkes Schwitzen, Unruhe, Verwirrtheit. [,]
- Muskelsteife und Fieber über 38 Grad. []
- Plötzlicher heftiger Kopfschmerz, oft im Hinterkopf, Herzklopfen, Brustschmerz. [,]
- Einseitige Lähmung, Sprach- oder Sehstörung. [,]
- Krampfanfall, sehr hohe Körpertemperatur oder starke Erregung bis zum Delir. []
- Bei Warnzeichen sofort 112 rufen. Den genauen MAO-Hemmer nennen, bei Pflanzen auch Steppenraute oder Ayahuasca, dazu alle anderen Substanzen. []
- Nach bereits erfolgter Kombination auch ohne Beschwerden den Giftnotruf anrufen und dessen Anweisungen folgen. Nichts nachlegen, keine Selbstbehandlung mit Beruhigungsmitteln. []
- Bei der Person bleiben, Anstrengung beenden, mit feuchten Tüchern kühlen. Einer benommenen Person nichts zu trinken oder einzunehmen geben. []
- Bewusstlos, aber normale Atmung: stabile Seitenlage. Keine normale Atmung: sofort Herzdruckmassage und den Anweisungen der Leitstelle folgen. [,]
- Einen verordneten MAO-Hemmer nicht eigenständig absetzen. Irreversible MAO-Hemmer wirken nach dem Absetzen noch etwa zwei Wochen nach. Ärztlich oder in einer Drogenberatung besprechen. []
Hauptgefahren sind eine stark verlängerte und verstärkte 2C-Wirkung durch blockierten Abbau, Serotonintoxizität, Blutdruckkrisen und erregtes Delir mit Überhitzung. [,,]
Theobald und Maurer zeigten, dass 2C-Substanzen überwiegend über MAO-A und MAO-B desaminiert werden. Eine systematische Übersicht erwartet deshalb Wechselwirkungen von 2C-B mit MAO-Hemmern wie Phenelzin, Moclobemid und Tranylcypromin. [,]
Rickli et al. beschreiben 2C-B vor allem als 5-HT2A-Agonisten mit geringer Aktivität an Monoamin-Transportern; der Hauptmechanismus der Wechselwirkung ist daher der blockierte Abbau, nicht eine zusätzliche Freisetzung. []
Eine Übersicht zu MAO-Hemmern mit psychoaktiven Substanzen nennt Erregungszustände bei 2C-B unter MAO-Hemmer. Sie wertet neben Fachliteratur auch nicht begutachtete Erfahrungsberichte aus. []
Bei 2C-Vergiftungen allein sind mindestens fünf Todesfälle beschrieben, meist mit erregtem Delir. [] Bei einer Massenvergiftung mit 2C-E und Bromo-DragonFly (29 Personen) brauchten einige künstliche Beatmung. []
Evidenz-Einordnung: unzureichend. Klarer Mechanismus über den Abbauweg, aber kaum dokumentierte Fälle zum Paar; die Einstufung als gefährlich beruht auf Mechanismus und Einzeltoxizität.
Redaktionelle, KI-gestützte Recherche vom 03.10.2026. Studien über PubMed-Metadaten geprüft. Nicht im Original geöffnete Fachinformationen und Behördenberichte sind nicht als Beleg aufgeführt. Keine vollständige systematische Übersicht und keine menschliche fachliche Freigabe. Die Konfidenz beschreibt die Belastbarkeit der Einordnung, nicht eine individuelle Schadenswahrscheinlichkeit.
- [1] Rickli A et al. (2015): Rezeptorprofile von 2C-Substanzen, NBOMe und LSD. Neuropharmacology. doi.org/10.1016/j.neuropharm.2015.08.034
- [2] Dean BV et al. (2013): Übersicht zur Toxizität von 2C-Substanzen. Journal of Medical Toxicology. doi.org/10.1007/s13181-013-0295-x
- [3] Theobald DS, Maurer HH (2007): Abbau von 2C-Substanzen über MAO-A und MAO-B. Biochemical Pharmacology. doi.org/10.1016/j.bcp.2006.09.022
- [4] Rached G et al. (2026): Übersicht zu MAO-Hemmern mit psychoaktiven Substanzen. CNS Drugs 40:359. doi.org/10.1007/s40263-025-01256-7
- [5] Iwersen-Bergmann S et al. (2019): Massenvergiftung mit 2C-E und Bromo-DragonFly bei 29 Personen, teils mit künstlicher Beatmung. International Journal of Legal Medicine. doi.org/10.1007/s00414-018-1882-9
- [6] Berlowitz I et al. (2022): Harmala-Alkaloide als reversible MAO-A-Hemmer. Frontiers in Pharmacology. doi.org/10.3389/fphar.2022.886408
- [7] Dunkley EJ et al. (2003): Hunter-Kriterien für Serotonintoxizität. QJM. doi.org/10.1093/qjmed/hcg109
- [8] Boyer EW, Shannon M (2005): The serotonin syndrome. New England Journal of Medicine. doi.org/10.1056/NEJMra041867
- [9] Gillman PK (2018): Neubewertung der Sicherheit von MAO-Hemmern und des Tyramingehalts heutiger Lebensmittel und Getränke. Journal of Neural Transmission. doi.org/10.1007/s00702-018-1932-y
- [10] van der Heide D et al. (2018): Hirnblutung nach Tranylcypromin und Khat. Tijdschrift voor Psychiatrie. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30132583/
- [11] Charité: Was tun bei Vergiftungen? Erste Hilfe und Giftnotruf. giftnotruf.charite.de/fuer_patienten/
- [12] IQWiG: Wie funktioniert die stabile Seitenlage? gesundheitsinformation.de/wie-funktioniert-die-stabile-seitenlage_34308.html
- [13] St John Ambulance: How to do CPR. sja.org.uk/first-aid-advice/cpr/
- [14] Inan F et al. (2020): Systematische Übersicht zu 2C-B-Wechselwirkungen. Therapeutic Drug Monitoring. doi.org/10.1097/FTD.0000000000000725
Legende
- Synergie / Potenzierung
- Niedriges Zusatzrisiko
- Reduzierte Effekte
- Vorsicht (mittleres Risiko)
- Hohes Risiko
- Gefährlich
- Unbekannt / unzureichend untersucht
- SerotonergWirkt stark auf den Serotoninhaushalt. Kombinationen koennen ein Serotonin-Syndrom ausloesen.
- KardiovaskulaerBelastet Herz und Kreislauf. Erhoehte Risiken fuer Blutdruck, Herzrhythmus und Gefaesssystem.
- Serotonerg + KardioDoppelbelastung: serotonerge und kardiovaskulaere Effekte verstaerken sich gegenseitig.
- AtemdepressivDaempft die Atmung. Kombinationen mit anderen Atemdepressiva sind potenziell toedlich.