Interaktion Details
- Brustschmerz, Engegefühl in der Brust, Atemnot, Herzrasen oder unregelmäßiger Herzschlag. []
- Plötzlicher heftiger Kopfschmerz, Lähmung, Sprach- oder Sehstörung. [,]
- Sehr hohe Körpertemperatur, heiße Haut, starkes Schwitzen. []
- Starke Angst, Panik, Verfolgungsideen oder Realitätsverlust, die nicht abklingen. []
- Extreme Unruhe, Aggression oder Verwirrtheit. []
- Krampfanfall oder Bewusstlosigkeit. []
- Bei einem der Warnzeichen sofort 112 rufen. Alle Substanzen nennen, auch ungefähre Mengen und Zeitpunkte. Reste und Verpackung aufbewahren. []
- Nichts nachlegen, auch nichts zum Runterkommen. Keine Selbstbehandlung mit Alkohol, Schlafmitteln oder weiteren Substanzen. Bei Unsicherheit ohne akute Warnzeichen den Giftnotruf anrufen. []
- Bei der Person bleiben, ruhig und klar sprechen, eine reizarme und kühle Umgebung schaffen. Tanzen und Anstrengung beenden, bei Hitze mit feuchten Tüchern kühlen. []
- Bewusstlos, aber normale Atmung: stabile Seitenlage. Keine normale Atmung: sofort Herzdruckmassage und den Anweisungen der Leitstelle folgen. [,]
- Bei einem Krampfanfall vor Verletzungen schützen, nicht festhalten, nichts in den Mund stecken. []
Hauptgefahren sind Bluthochdruck-Krisen mit Hirnblutung oder Schlaganfall, Herzinfarkt, Rhythmusstörungen, Überhitzung und erregtes Delir. [,,]
Drees et al. beschreiben eine 39-jährige Frau mit Bluthochdruck, Gefäßverengung und Hirnblutung nach berichteter Einnahme von Kokain, MDMA und 2C-I. Nachgewiesen wurden 2C-I und MDA, als Ursache galt eine durch Drogenkonsum bedingte Gefäßerkrankung (Moyamoya). []
Ambrose et al. beschreiben nach 2C-B allein ausgedehnte Gefäßveränderungen im Gehirn mit Hirninfarkten. Das zeigt, dass 2C-Substanzen selbst die Hirngefäße schädigen können. []
Kokain verursacht über Katecholamin-Überschuss, Gefäßkrampf, Gerinnselbildung und Ionenkanal-Blockade Herzinfarkt und Rhythmusstörungen. [,]
Evidenz-Einordnung: wahrscheinlich. Ein Fallbericht mit berichtetem gemeinsamem Konsum und ein klarer, sich addierender Gefäß- und Kreislaufmechanismus. Kontrollierte Daten zur Kombination gibt es nicht.
Redaktionelle, KI-gestützte Recherche vom 03.10.2026. Studien über PubMed-Metadaten geprüft. Nicht im Original geöffnete Fachinformationen und Behördenberichte sind nicht als Beleg aufgeführt. Keine vollständige systematische Übersicht und keine menschliche fachliche Freigabe. Die Konfidenz beschreibt die Belastbarkeit der Einordnung, nicht eine individuelle Schadenswahrscheinlichkeit.
- [1] Dean BV et al. (2013): Übersicht zu Pharmakologie und Toxizität von 2C-Substanzen. Journal of Medical Toxicology. doi.org/10.1007/s13181-013-0295-x
- [2] Gresnigt FMJ (2026): Akute Herz-Kreislauf-Komplikationen durch Kokain, Amphetamine und Cathinone. Clinical Toxicology. doi.org/10.1080/15563650.2026.2701369
- [3] Drees JC et al. (2009): Hirnblutung nach 2C-I und MDA, Kokainkonsum angegeben. Journal of Forensic Sciences. doi.org/10.1111/j.1556-4029.2009.01199.x
- [4] Rickli A et al. (2015): Rezeptorprofile von 2C-Substanzen, NBOMe und LSD. Neuropharmacology. doi.org/10.1016/j.neuropharm.2015.08.034
- [5] Lucyk SN (2022): Akute Herz-Kreislauf-Toxizität von Kokain. Canadian Journal of Cardiology. doi.org/10.1016/j.cjca.2022.05.003
- [6] Ambrose JB et al. (2010): Schwere Hirngefäßschäden nach 2C-B. The Neurologist. doi.org/10.1097/NRL.0b013e3181a3cb53
- [7] Nugteren-van Lonkhuyzen JJ et al. (2026): NPS-Vergiftungen beim niederländischen Giftinformationszentrum 2012 bis 2025. Addiction. doi.org/10.1111/add.70511
- [8] Eskinazi M et al. (2026): Systematische Übersicht zu Manie und Hypomanie nach Psychedelika. Molecular Psychiatry. doi.org/10.1038/s41380-026-03657-6
- [9] Vallersnes OM et al. (2016): Psychosen bei 5529 Notaufnahme-Fällen mit Drogenvergiftung (Euro-DEN). BMC Psychiatry. doi.org/10.1186/s12888-016-1002-7
- [10] Marzuk PM et al. (1998): Außentemperatur und Todesfälle durch Kokain-Überdosis in New York. JAMA. doi.org/10.1001/jama.279.22.1795
- [11] Charité: Was tun bei Vergiftungen? Erste Hilfe und Giftnotruf. giftnotruf.charite.de/fuer_patienten/
- [12] IQWiG: Wie funktioniert die stabile Seitenlage? gesundheitsinformation.de/wie-funktioniert-die-stabile-seitenlage_34308.html
- [13] St John Ambulance: How to do CPR. sja.org.uk/first-aid-advice/cpr/
- [14] IQWiG: Was tun, wenn jemand einen epileptischen Anfall hat? gesundheitsinformation.de/was-tun-wenn-jemand-einen-epileptischen-anfall-hat.html
Legende
- Synergie / Potenzierung
- Niedriges Zusatzrisiko
- Reduzierte Effekte
- Vorsicht (mittleres Risiko)
- Hohes Risiko
- Gefährlich
- Unbekannt / unzureichend untersucht
- SerotonergWirkt stark auf den Serotoninhaushalt. Kombinationen koennen ein Serotonin-Syndrom ausloesen.
- KardiovaskulaerBelastet Herz und Kreislauf. Erhoehte Risiken fuer Blutdruck, Herzrhythmus und Gefaesssystem.
- Serotonerg + KardioDoppelbelastung: serotonerge und kardiovaskulaere Effekte verstaerken sich gegenseitig.
- AtemdepressivDaempft die Atmung. Kombinationen mit anderen Atemdepressiva sind potenziell toedlich.